Tipps

So sorgen Sie zuhause für elektrische Sicherheit.

  • Vorbeugen. Eine korrekt in der Wand verlegte Elektroin­stallation ist immer sicherer als Kabelsalat mit Steck­dosen­leisten und Verlängerungs­kabeln. Deshalb sollten Sie beim Bau oder Umbau des Hauses von vorn­herein viele Steck­dosen einplanen. Über­all dort, wo diese künftig – auch bei anderer Raumnut­zung – gebraucht werden könnten. Das kostet viel weniger als ein späteres Aufklopfen der Wände zwecks Nach­rüstung. Sehr sinn­voll sind auch Leer­rohre, die dauer­haft flexible Nutzungen ermöglichen.
  • Kontrollieren. Bereits vorhandene Steck­dosen­leisten sollten Sie regel­mäßig über­prüfen. Achten Sie zum Beispiel auf verbogene Kontakte oder locker sitzende Stecker. Auch Beschädigungen wie abge­brochene Kunst­stoff­teile oder Kleintierbisse in die Kabel­isolierung sind gute Gründe, die alten Strom­verteiler auszutauschen. Vorsicht auch bei Steck­dosen­leisten, die sich schon beim normalen, zulässigen Betrieb heiß anfühlen. Also obwohl die ange­schlossenen Geräte weniger als etwa 3 500 Watt „ziehen“.
  • Dünne Kabel ausmustern. Problematisch sind auch alte Kabel, die im Vergleich zu neuen sicht­bar dünner erscheinen. Früher waren Kupferdrähte mit einem Quer­schnitt von 1,0 Quadratmilli­meter zulässig, heute sind 1,5 Quadratmilli­meter gefordert.
  • Vorsicht Feuchtig­keit. Der gleich­zeitige Kontakt mit Strom und Wasser kann für den Menschen lebens­gefähr­lich sein. In direkter Nähe von Dusche, Badewanne oder Spüle sind Steck­dosen­leisten, Haartrockner und andere Elektrogeräte deshalb grund­sätzlich tabu. Keine der geprüften Steck­dosen­leisten eignet sich für den Betrieb im Freien oder für Feuch­träume.
  • IP-Schutz­art beachten. Kaufen Sie für den Einsatz im Freien nur Steck­dosen­leisten, die mindestens mit „IP44“ gekenn­zeichnet sind. P steht für „Protection“. Die erste Ziffer der Schutz­art informiert auf einer Skala von 0 bis 6 über Berührungs- und Fremdkörper­schutz (0=kein Schutz; 6=voll­ständiger Berührungs­schutz und staubdicht). Die zweite Ziffer informiert neun­stufig über den Wasser­schutz (0=kein Schutz, 9=Schutz gegen Wasser aus Hoch­druck­reinigern).
  • Elektrik prüfen lassen. Wenn Sie Zweifel an der Sicherheit der Elektroin­stallation Ihres Hauses haben, sollten Sie diese kontrollieren lassen. Zum Beispiel im Hinblick darauf, ob an allen Steck­dosen die Erdung funk­tioniert. Infos hierzu finden sie unter www.e-check.de.
  • FI-Schalter einbauen. Werfen Sie unbe­dingt einmal einen Blick in Ihren Sicherungs­kasten. Im Ideal­fall finden Sie dort einen oder mehrere „FI“-Schalter. F steht für Fehler und I ist das Zeichen für Strom. Der „Fehler­strom­schutz­schalter“ bietet best­möglichen Schutz vor Strom­unfällen. Er kontrolliert ständig, ob der in den ange­schlossenen Strom­kreis hinein­fließende Strom gleich stark ist wie der heraus­fließende. Bei kleinsten Abweichungen schaltet er blitz­schnell ab. Damit schützt er Menschen viel besser als eine klassische Sicherung vor einem gefähr­lichem Strom­schlag. Im Neubau und bei Modernisierungen ist der Einbau von FI-Schaltern Pflicht. Bei allen anderen Gebäuden ist die Nach­rüstung sehr empfehlens­wert.
  • Steck­dosen mit FI-Schalter. Im Angebot sind auch spezielle Steck­dosen mit FI-Schutz. Sinn­voll könnten sie zur Nach­rüstung an wichtigen Stellen sein. Zum Beispiel im Kinder­zimmer, im Bad oder am Aquarium. Daran ange­schlossene Steck­dosen­leisten sind dann ebenfalls geschützt.
  • Infos. Über sichere Elektroin­stallation informiert auch das Buch „Reparaturen im Haushalt“. Es kostet 19,90 Euro. Weitere Infos zum Buch, Bestell- oder Download­möglich­keit finden Sie unter www.test.de/shop. Sie können das Buch auch kapitelweise herunterladen.

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