Staubwedel und Mikrofasertücher im Test: Nur jedes zweite Produkt entfernt Staub gut

Was taugen Staubwedel und Mikrofasertücher? Das hat die Stiftung Warentest untersucht.

Was nimmt Staub am besten auf? Im Test: zehn Staubwedel und sechs Mikrofasertücher. Nur zwei Wedel entfernen Staub gut. Tücher können das meist besser. Jedes zweite Produkt enttäuscht.

Kompletten Artikel freischalten

TestStaubwedel und Mikrofasertücher im Test10.04.2021
2,00 €
Ergebnisse freischalten
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 6 Seiten).

Staub­magneten und Staub­fang­profis im großen Putztest

Von ihren Anbietern mit Namen wie „Staub­magnet“, „Staub-Zauber“ oder „Staub­fang­profi“ beworben, sollen elektrostatische Wedel und Tücher quasi magnetisch Staub und Haare anziehen, fest­halten und so den Schmutz flott und gründlich entfernen. Im großen Putztest hat die Stiftung Warentest ermittelt, wie wirk­sam zehn Wedel mit Hand­griff und sechs Tücher Staub aufnehmen und halten können.

Das bietet der Staub­entferner-Test der Stiftung Warentest

  • Test­ergeb­nisse. Spontex, Swiffer und Vileda und Co: Unsere erste Tabelle zeigt Bewertungen für zehn Staubwedel, davon neun Wegwerfwedel, deren Bezüge nach Gebrauch in den Hausmüll gehören sowie ein Produkt mit wasch­barem Bezug. Unsere zweite Tabelle zeigt Bewertungen für sechs Staubtücher – drei wasch­bare Mikrofasertücher sowie drei Wegwerf­staubtücher. Getestet haben wir Staub­aufnahme, Staub halten sowie Hand­habung.
  • Kauf­beratung und Tipps. Wir sagen, wie Sie effektiv Staub entfernen, welche Spezialisten für trockenes Wischen gut abschneiden, was die Testsieger auszeichnet, worin die Vor- und Nachteile von Wedeln und Tüchern bestehen, und welche Produkt­klasse Umwelt und Klima am wenigsten belastet.
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 4/2021.

Zwei Marken-Wedel entfernen den Staub gut

Das Test­ergebnis bei den Wedeln offen­bart ein deutliches Leistungs­gefälle zwischen den Kandidaten. Nur zwei Modelle bekannter Marken putzen gut. Handels- und Drogeriemärkte wie Edeka, dm und Ross­mann haben oft eigene, ähnliche Staub­entferner im Sortiment. Vier schneiden ausreichend, drei mangelhaft ab. Bei neun Wedeln im Test handelt es sich um Wegwerf­produkte. Ist der Bezug verdreckt, landet er im Müll. Für den nächsten Einsatz muss ein neuer Bezug auf den Hand­griff gezogen werden. Das einzige Modell mit wasch­barem Bezug im Test ist nur ausreichend.

Die Tücher sind wahre Staub­fresser

Wasch­bare Tücher. Nach dem Waschen wieder zum Putz­dienst bereit.

Durchweg als wahre Staub­fresser erweisen sich die geprüften Staubtücher. Sie schneiden gut ab. Das gilt sowohl für die drei wasch­baren Produkte als auch für die drei Einwegtücher, die nach Gebrauch in den Hausmüll gehören. Und was die Nach­haltig­keit betrifft, schlagen die Mikrofasertücher die meisten Wedel gleich um Längen. Denn: Die Staubwedel haben im Vergleich zu ihnen einen recht hohen Material­verbrauch (siehe unten).

Staub­entfernen: Von Glas über Holz bis Tastatur

Um zu ermitteln, was die Staub­entferner leisten, führten unsere Prüfer sie mit immer gleichen Hand­bewegungen und gleichem Wisch­druck über die verstaubten Flächen − einen glatten Holz­tisch, geriffeltes Glas, über Holz- und Kunst­stoff­leisten sowie Metall­flächen mit Schlitzen und eine Computer­tastatur. Die genau abge­wogene, stets gleich auf den Flächen verteilte Menge Prüf­staub entsprach typischem Hausstaub, wie er sich auf Büchern, Fernsehern und Möbeln nieder­lässt.

Saugen, Wischen, Putzen mit der Stiftung Warentest

Akkus­auger gegen Boden­staubsauger – wer hat die Nase vorn? Das klärt unser Staubsauger-Test.

Was taugen Staubsauger-Roboter? Wir haben es untersucht. Test­ergeb­nisse gibts in unserem Saug- und Wischroboter-Test.

Wer hilft mir beim Fens­terputzen? Die besten Putzhelfer für Scheiben und Fliesen zeigt unser Fenstersauger-Test.

Wie schaffe ich das alles? 500 saubere Expertentricks verrät unser Ratgeber Haushalt nebenbei.

Mehr als 90 Prozent Staub aufgenommen

Auf glatten Flächen nehmen alle neuen Tücher mehr als 90 Prozent des verteilten Staubs auf und halten ihn größ­tenteils fest. Selbst nach mehr­maliger Nutzung gelingt es den meisten noch, mehr als 80 Prozent einzusammeln. Strukturierte Flächen säubern aber nur zwei der drei wasch­baren Tücher gut. Weiterer Vorteil: Sie sind zwar vergleichs­weise teuer, dafür aber sehr lang­lebig. 50 Wäschen in der Maschine über­stehen die wasch­baren Tücher im Test problemlos und erweisen sich danach noch als staubhung­rig.

Mikrofasern im Vorteil

Ihren Erfolg verdanken moderne Staubtücher synthetischen Fasern, etwa aus Nylon oder Polyester. 60-mal feiner als menschliches Haar sind Mikrofasern dennoch sehr stabil. Durch Reibung auf der Oberfläche können sich die engmaschig gearbeiteten, oft flauschigen Gewebe statisch aufladen, sodass Haare an ihnen haften bleiben. Weiteres Plus: Anders als Staubtücher aus Baumwolle, die eher kehren, schließen sie feine Partikel in den Hohlräumen zwischen den Fasern ein und halten sie fest.

Die meisten Wedel putzen schlecht

Wegwerfwedel. Der Griff bleibt. Ist der Bezug verdreckt, landet er im Müll.

Die elektrostatischen Wedel sollen ähnlich funk­tionieren wie moderne Staubtücher. Doch die meisten putzen auf glatten Oberflächen nur mittel­mäßig. Und sie versagen fast voll­ständig, wenn sie den Staub aus Rillen, Schlitzen und Riefen aufnehmen sollen. So verteilen sie ihn eher oder schieben ihn in den Ecken zusammen, statt ihn zu entfernen. Das wenige, was sie aufnehmen, fällt größ­tenteils gleich wieder heraus.

Ein Wedel hält den Staub am besten fest

Das einfache Saubermachen gelingt nur mit zwei Einwegwedeln ähnlich gut wie mit Staubtüchern. Der beste Wedel im Test hält den einge­sammelten Schmutz sogar als einziger insgesamt sehr gut fest. Seine Fasern sind zusätzlich mit Mineralöl und Wachs imprägniert, sodass die erfassten Teilchen an ihnen haften bleiben. An schwierigen Stellen wie strukturierten Oberflächen lassen aber selbst die guten Wedel mehr Staub liegen als so manche Tücher.

Staubtücher putzen die Wedel weg

In unserem Ökovergleich schneiden Wegwerfwedel am schlechtesten ab – vor allem aufgrund ihres recht hohen Material­verbrauchs. Ein Griff und viele Ersatz­packungen sind notwendig, um die Staubmenge zu entfernen, die Basis des Vergleichs ist. Deutlich nach­haltiger sind die wasch­baren Staubtücher im Test. Der Material­verbrauch schlägt bei ihnen kaum zu Buche. Die Wäschen in der Maschine wirken sich am stärksten aus, haben hier aber wenig Einfluss aufs Klima.

Jetzt freischalten

TestStaubwedel und Mikrofasertücher im Test10.04.2021
2,00 €
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 6 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,90 € pro Monat oder 54,90 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur knapp 5 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2207 Nutzer finden das hilfreich.