Staubsauger im Test

5 Staubsauger­typen im Vergleich

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Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Klassischer Boden­staubsauger. Er ist meist saug­stark, dafür aber sper­riger und weniger flexibel als ein Akkus­auger © Shutterstock / Africa Studio

Schmutz fällt im Haushalt immer an. Wer ihn mit tech­nischer Hilfe loswerden will, hat die Qual der Wahl. Wir nennen Vor- und Nachteile verschiedener Staubsauger-Typen.

Staubsauger im Test Testergebnisse für 122 Staub­sauger

Inhalt

Boden­staubsauger mit Kabel

Es gibt klassische Boden­staubsauger, aber auch Mehr­zweck- und Nass-Trocken-Sauger. Ihr Gehäuse mit Motor, Gebläse, Filter sowie Staubbeutel oder Staubbox fährt auf Rollen. Ein Schlauch verbindet das Gehäuse mit Saug­rohr und Düse.

Vorteile

Nachteile

  • Vergleichs­weise saug­stark
  • Haupt­gewicht liegt auf dem Boden. Wer staubsaugt, muss nur wenig Gewicht herum­tragen
  • Großer Aktions­radius durch langen Schlauch
  • Praktisch unbe­grenzte Saugdauer
  • Viele Modelle mit Staubbeutel erhältlich
  • Sper­rig in der Aufbewahrung, eher unflexibel
  • Bleibt in engen Wohnungen oft hängen
  • Eher unpraktisch beim Saugen von Treppen

Größter Plus­punkt: Meist sehr leistungs­stark.

Alternative: Kompakt-Boden­staubsauger. Sie sind kleiner, leichter und wendiger, manche haben einen Schultergurt. Das erleichtert das Saugen von Treppen­stufen.

In unserer Daten­bank finden Sie Test­ergeb­nisse für Bodenstaubsauger ohne Beutel sowie für Bodenstaubsauger mit Beutel.

Akku­staubsauger

Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Akku­staubsauger. Klein und hand­lich, dafür aber oft laut – und schnell am Ende seiner Kräfte. © mauritius images / Westend61 / Philipp Dimitri, Stiftung Warentest / Ralph Kaiser (M)

Wie der Name schon sagt, ziehen Akkus­auger ihre Energie aus einem Akku. Bei etlichen Akkus­augers lässt sich das Saug­rohr ausbauen, sodass sie auch als hand­licher Akku-Kleinsauger nutz­bar sind.

Vorteile

Nachteile

  • Hantieren mit dem Kabel entfällt, dadurch wendig und flexibel.
  • Viele Akku-Staubsauger lassen sich zum Kleinsauger umbauen, etwa um den Auto-Innenraum oder Polster zu säubern.
  • Relativ platz­sparende Aufbewahrung
  • Ökobilanz der Akkus­auger ist besser als die von Kabelgeräten.
  • Da die Akku­lauf­zeit begrenzt ist, hält der Sauger bei voller Leistung nicht lange durch.
  • Reinigen oft deutlich schwächer als Boden­staubsauger.
  • Manche Modelle brauchen eine Station zum Laden – auch die benötigt Platz.
  • Modelle mit Staubbeutel sind die Ausnahme.

Größter Plus­punkt: Flexibel einsetz­bar.

Alternative: Wer die Vorzüge der Hand­lich­keit genießen möchte und auch mal länger saugen will, kann zum Hand­staubsauger mit Kabel greifen. Was hier allerdings viele beklagen: Der auto­matische Kabel­zug fehlt diesen hand­lichen Saugern. Wenn Sie einen Putzhelfer suchen, mit dem Sie auch Böden wischen können, sollten Sie ein Modell aus unserem Saugwischer-Test in Betracht ziehen.

In unserer Daten­bank finden Sie Test­ergeb­nisse für Handstaubsauger mit Akku. Unsere Waren­kunde bietet Weitere Informationen zu Akku-Saugern.

Staubsauger mit Elektrobürste

Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Bodens­auger mit E-Bürste. Groß – und effektiv. © mauritius images / Westend61 / Philipp Dimitri, Stiftung Warentest / Ralph Kaiser (M)

Aktive Elektrobürsten sollen vor allem Teppiche gründlicher saugen als Stan­dard-Düsen. Dafür sorgen rotierende Bürsten. Den Antrieb liefert ein Motor, durch die Drehbewegung der Bürste wird auch der Saug­kopf voran­getrieben. Elektrobürsten sind bei Kabels­augern eher selten, bei Akku­saugern hingegen die Regel.

Vorteile

Nachteile

  • Bürste dringt in die Teppichfasern und löst tief sitzenden Schmutz effektiv heraus.
  • Tendenziell bessere Aufnahme von Tier­haaren vom Teppich.
  • Geräte mit aktiver Bürste haben mitunter einen geringeren Energieverbrauch, weil die Reinigungs­leistung nicht nur durch den Luft­strom erzeugt wird.
  • Der Motor macht den Saug­kopf größer und schwerer. Damit ausgestattete Boden­staubsauger wiegen oft um die zehn Kilogramm.
  • Auf Flokati und anderen Lang­haarteppichen kann die rotierende Bürste Fasern heraus­rupfen, unbe­handelte Fliesen und empfindliche Natur­steinböden können zerkratzen.

Größter Plus­punkt: Löst tief sitzenden Schmutz aus Teppichen.

Alternative: Ein leistungs­starker klassischer Boden­staubsauger.

In unserer Daten­bank finden Sie Test­ergeb­nisse zu etlichen Akku- und Bodenstaubsaugern mit Elektrobürste.

Saugroboter

Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Saugroboter. Nehmen dem Benutzer die Arbeit ab, sind dafür nicht so gründlich. © LOX FOTO, Ralf-Henning Lox

Saugroboter mit aufladbarem Akku sind etwa pizza­tellergroß und flach. Unterstützt von rotierenden Bürsten kehren sie Krümel und Staub durch einen Schlitz in ihre Staubbox. Viele Modelle sind mit Sensoren ausgestattet, einige zusätzlich mit Kamera oder Laser­technologie. Es sind auch Kombigeräte auf dem Markt, die saugen und wischen – sowie reine Wischroboter.

Vorteile

Nachteile

  • Bequem, der Nutzer muss (fast) nichts tun
  • Täglich einge­setzt entfernen Saugroboter vor allem Grob­schmutz recht erfolg­reich.
  • Kompakte Geräte, die trotz Lade­station wenig Platz verbrauchen.
  • Können bisher nicht mit der Saug­kraft von Boden­staubsaugern mithalten.
  • Teppiche reinigen sie nur oberflächlich.
  • Ihr Einsatz­gebiet ist auf den Boden beschränkt.
  • Aufgrund ihrer Form reinigen sie Ecken, Kanten und schmale Passagen wenig gründlich oder gar nicht.
  • Damit die Roboter zurecht­kommen, muss der zu saugende Raum aufgeräumt sein.

Größter Plus­punkt: Bequemste Lösung für alle, die keine Lust aufs Saugen haben.

Alternative: Wer es vor allem bequem mag, ist mit einem leichten, guten Akkus­auger am besten bedient. Den gilt es dann aber selbst zu schieben.

In unserem Saugroboter-Test finden Sie Test­ergeb­nisse für etliche Roboter mit und ohne Wisch­funk­tion.

Kleinst­aubs­auger mit Akku

Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Kleinsauger. Für die schnelle Reinigung prima, hält aber nicht lange durch. © Shutterstock / sebra

Kleinst­aubs­auger mit aufladbaren Akkus sind fürs schnelle Saugen zwischen­durch gedacht – im Auto oder im Haushalt. Krümel, Tier­haare oder Katzen­streu lassen sich in geringen Mengen problemlos beseitigen. Einige Modelle schaffen auch Flüssig­keiten. Kleinst­aubs­auger gibt es mit Staubbox oder mit Staubbox und Dauer­filter. Viele Geräte arbeiten höchs­tens 10, manche gut 20 Minuten am Stück. Danach müssen sie auf ihre Lade­station. Wer will, kann die Station an der Wand befestigen.

Vorteile

Nachteile

  • Leicht, hand­lich und vielseitig einsetz­bar. Zum Beispiel zum Saugen im Auto und zur raschen Reinigung von Pols­tern oder Oberflächen.
  • Störende Kabel fehlen.
  • Lassen sich kompakt aufbewahren.
  • Für größere Flächen nicht geeignet – taugen lediglich als Zweitsauger.
  • Abhängig vom Modell, können die Akku­lauf­zeiten knapp sein.
  • Säubern unhygie­nisch, da die Geräte fast immer mit Staubbox ausgerüstet sind.

Größter Plus­punkt: Unkompliziert in der Hand­habung.

Alternative: Viele von den großen Akku-Staubsaugern aus unserem Test lassen sich zum Kleinsauger umbauen.

Die Stiftung Warentest hat aktuell keine Kleinsauger getestet.

Staubsauger im Test Testergebnisse für 122 Staub­sauger

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528 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

MHeise am 03.07.2022 um 15:59 Uhr
@ubiedermann - kann ich nur bestätigen

Die Geschichte mit den Akkus stösst mir auch sauer auf. Ich denke, es gibt einen (!) Redakteuer, der das dominiert, und der unbedingt einmal seine merkwürdigen Ansichten hinterfragen sollten. Das wird auch bald nach meiner Beschwerde sowieso auf seinem Schreibtisch landen.
Ich darf mal wetten: zwar hat man beim Test die Saugleistung der kabelgebundenen Sauger reduziert (angeblich wegen des Schiebeaufwands), aber sicherlich nur beim Saugtest und bei den (so schon verbogenen) Vergleichen der Energie die volle Leistung des Kabelsaugers eingerechnet?
Das Ganze mutet mittlerweile schon sehr befremdlich an und lässt an den Standards der StiWa zweifeln. Die Parameter werden so gesetzt, dass das Ergebnis schon vorher klar ist.
@haribeau hat ja schön dargelegt, dass ein kabelgebundener Sauger mit Elektrobürste auf Teppich perfekt ist. Nur die StiWa verbirgt sich da hinter der Marktverbreitung und wenn man nachfragt dann sind es auch Marktneuheiten - ich nenne das Ergebnisvorherbestimmung.

haribeau am 03.07.2022 um 15:01 Uhr
Im Haushalt mit Hund: Elektrobürste ist wichtig

Nach dem Staubsaugertest 2018 hatte ich den Testsieger von Bosch als kabelgebundenen Bodenstaubsauger gekauft. Wir haben inzwischen einen Hund mit längerem Fell (Cavalier). Die Böden sind Parkett und verschiedene Teppiche darauf: Gabbeh, Sisal, Flachgewebe. In 2 Zimmern Teppichböden. Nach dem aktuellen Test war klar, dass ein Akkusauger noch keine Alternative ist. Nach weiterer Recherche im Web habe ich mich für kein Modell aus dem Test entschieden, sondern einen kabelgebundenen Stielstaubsauger Shark HZ500EU gekauft. Hundehaare nimmt dieser Sauger mit der Elektrobürste super auf, keine Hundehaare bleiben darin hängen. 450W Leistung reichen dafür aus, leicht ist das Gerät auch. Wäre ein Tipp für den nächsten Staubsaugertest.

icediver am 30.06.2022 um 08:26 Uhr
Clean Station für Samsung Staubsauger

Ich hätte mir gewünscht, dass sie beim Samsung Sauger auch die dazugehörige Clean Station erwähnt hätten. Diese saugt den Schmutz automatisch ab und speichert ihn in einem Beutel, ähnlich einem Beutel-Staubsauger. Hat Vor- und Nachteile. Sie allerdings gänzlich unerwähnt zu lassen finde ich sehr schade. Für mich als Allergiker ist dies ein ausschlaggebend Kaufkriterium. Ich möchte nicht mit einem unhandlichen Beutel-Sauger durch das Haus saugen aber eben auch nicht jedesmal einen Hustenanfall beim Entleeren des Staubbehälters bekommen. Für mich ist daher trotz des nur befriedigenden Urteils der Samsung Staubsauger die beste Wahl, auch wenn die Clean Station irgendwo untergebracht werden muss und natürlich regelmäßig Beutel nachgekauft werden müssen und dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Dennoch hätten sie diese Station zumindest erwähnen können, sie gehört in meinem Augen zu einer Urteilsbildung dazu. Ob sie gekauft wird, kann jede(r) dann ja für sich selbst entscheiden.

ubiedermann am 27.06.2022 um 13:55 Uhr
Akkus for Future - die Zweite

Schon zum Staubsaugertest vom Februar haben Ihnen viele Leser detailliert nachgewiesen, dass Ihre Behauptung, Akkusauger hätten eine bessere Ökobilanz als Kabelsauger, unhaltbar ist. Dabei sind die meisten Kritiker im Ton noch sehr moderat geblieben. Sind ja sicher auch überwiegend Abonnenten. Der „Spiegel“ hatte auf diesen Test auch in einem Artikel verwiesen: https://www.spiegel.de/tests/haushalt/staubsauger-im-test-mit-kabel-kraeftig-mit-akku-nachhaltig-a-1eaed9ec-fd1d-4413-915d-8a5e11bfb84b
Die Reaktionen dort im Leserforum sollten sich die zuständigen Redakteure mal ansehen. Ich würde es als einen veritablen Shitstorm bezeichnen.
Anstatt aber nun die Fehler im Test-Setup zu korrigieren und zurück zu rudern, setzen Sie jetzt noch eins drauf und verbiegen die Rahmenbedingungen zu Ungunsten der Kabelgeräte.
Ich bin seit über 30 Jahren test-Abonnent, aber an Vergleichbares kann ich mich nicht erinnern. Was ist eigentlich in der test-Redaktion los?

Profilbild Stiftung_Warentest am 27.06.2022 um 11:15 Uhr
Produktauswahl

@MHeise: Bei der Produktauswahl sind die Verkaufshäufigkeit und Marktbedeutung ein wichtiges Auswahlkriterium. Wir nehmen auch Marktneuheiten in unser Untersuchungsprogramm auf.