Staubsauger im Test

5 Staubsauger­typen im Vergleich

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Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Klassischer Boden­staubsauger. Er ist meist saug­stark, dafür aber sper­riger und weniger flexibel als ein Akkus­auger © Shutterstock / Africa Studio

Schmutz fällt im Haushalt immer an. Wer ihn mit tech­nischer Hilfe loswerden will, hat die Qual der Wahl. Wir nennen Vor- und Nachteile verschiedener Staubsauger-Typen.

Staubsauger im Test Testergebnisse für 132 Staub­sauger

Boden­staubsauger mit Kabel

Es gibt klassische Boden­staubsauger, aber auch Mehr­zweck- und Nass-Trocken-Sauger. Ihr Gehäuse mit Motor, Gebläse, Filter sowie Staubbeutel oder Staubbox fährt auf Rollen. Ein Schlauch verbindet das Gehäuse mit Saug­rohr und Düse.

Vorteile

Nachteile

  • Vergleichs­weise saug­stark
  • Haupt­gewicht liegt auf dem Boden. Wer staubsaugt, muss nur wenig Gewicht herum­tragen
  • Großer Aktions­radius durch langen Schlauch
  • Praktisch unbe­grenzte Saugdauer
  • Viele Modelle mit Staubbeutel erhältlich
  • Sper­rig in der Aufbewahrung, eher unflexibel
  • Bleibt in engen Wohnungen oft hängen
  • Eher unpraktisch beim Saugen von Treppen

Größter Plus­punkt: Meist sehr leistungs­stark.

Alternative: Kompakt-Boden­staubsauger. Sie sind kleiner, leichter und wendiger, manche haben einen Schultergurt. Das erleichtert das Saugen von Treppen­stufen.

In unserer Daten­bank finden Sie Test­ergeb­nisse für Bodenstaubsauger ohne Beutel sowie für Bodenstaubsauger mit Beutel.

Akku-Staubsauger

Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Akku-Staubsauger. Klein und hand­lich, dafür aber oft laut – und schnell am Ende seiner Kräfte. © mauritius images / Westend61 / Philipp Dimitri, Stiftung Warentest / Ralph Kaiser (M)

Wie der Name schon sagt, ziehen Akku-Sauger ihre Energie aus einem Akku. Bei etlichen Akku-Saugern lässt sich das Saug­rohr ausbauen, so dass sie auch als hand­licher Akku-Kleinsauger nutz­bar sind.

Vorteile

Nachteile

  • Hantieren mit dem Kabel entfällt, dadurch wendig und flexibel.
  • Viele Akku-Staubsauger lassen sich zum Kleinsauger umbauen, etwa um den Auto-Innenraum oder Polster zu säubern.
  • Relativ platz­sparende Aufbewahrung
  • Ökobilanz der Akkus­auger ist besser als die von Kabelgeräten.
  • Da die Akku­lauf­zeit begrenzt ist, hält der Sauger bei voller Leistung nicht lange durch.
  • Reinigen oft deutlich schwächer als Boden­staubsauger.
  • Manche Modelle brauchen eine Station zum Laden – auch die benötigt Platz.
  • Modelle mit Staubbeutel sind die Ausnahme.

Größter Plus­punkt: Flexibel einsetz­bar.

Alternative: Wer die Vorzüge der Hand­lich­keit genießen möchte und auch mal länger saugen will, kann zum Hand­staubsauger mit Kabel greifen. Was hier allerdings viele beklagen: Der auto­matische Kabel­zug fehlt diesen hand­lichen Saugern. Wenn Sie einen Putzhelfer suchen, mit dem Sie auch Böden wischen können, sollten Sie ein Modell aus unserem Saugwischer-Test in Betracht ziehen.

In unserer Daten­bank finden Sie Test­ergeb­nisse für Handstaubsauger mit Akku. Unsere Waren­kunde bietet Weitere Informationen zu Akku-Saugern.

Staubsauger mit Elektrobürste

Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Bodens­auger mit E-Bürste. Groß – und effektiv. © mauritius images / Westend61 / Philipp Dimitri, Stiftung Warentest / Ralph Kaiser (M)

Aktive Elektrobürsten sollen vor allem Teppiche gründlicher saugen als Stan­dard-Düsen. Dafür sorgen rotierende Bürsten. Den Antrieb liefert ein Motor, durch die Drehbewegung der Bürste wird auch der Saug­kopf voran­getrieben. Elektrobürsten sind bei Kabels­augern eher selten, bei Akku­saugern hingegen die Regel.

Vorteile

Nachteile

  • Bürste dringt in die Teppichfasern und löst tief sitzenden Schmutz effektiv heraus.
  • Tendenziell bessere Aufnahme von Tier­haaren vom Teppich.
  • Geräte mit aktiver Bürste haben mitunter einen geringeren Energieverbrauch, weil die Reinigungs­leistung nicht nur durch den Luft­strom erzeugt wird.
  • Der Motor macht den Saug­kopf größer und schwerer. Damit ausgestattete Boden­staubsauger wiegen oft um die zehn Kilogramm.
  • Auf Flokati und anderen Lang­haarteppichen kann die rotierende Bürste Fasern heraus­rupfen, unbe­handelte Fliesen und empfindliche Natur­steinböden können zerkratzen.

Größter Plus­punkt: Löst tief sitzenden Schmutz aus Teppichen.

Alternative: Ein leistungs­starker klassischer Boden­staubsauger.

In unserer Daten­bank finden Sie Test­ergeb­nisse zu etlichen Akku- und Bodenstaubsaugern mit Elektrobürste.

Saugroboter

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Saugroboter. Nehmen dem Benutzer die Arbeit ab, sind dafür nicht so gründlich. © LOX FOTO, Ralf-Henning Lox

Saugroboter mit aufladbarem Akku sind etwa pizza­tellergroß und flach. Unterstützt von rotierenden Bürsten kehren sie Krümel und Staub durch einen Schlitz in ihre Staubbox. Viele Modelle sind mit Sensoren ausgestattet, einige zusätzlich mit Kamera oder Laser­technologie. Es sind auch Kombigeräte auf dem Markt, die saugen und wischen – nur noch selten reine Wischroboter.

Vorteile

Nachteile

  • Bequem, der Nutzer muss (fast) nichts tun
  • Täglich einge­setzt entfernen Saugroboter vor allem Grob­schmutz recht erfolg­reich.
  • Kompakte Geräte, die trotz Lade­station wenig Platz verbrauchen.
  • Können bisher nicht mit der Saug­kraft von Boden­staubsaugern mithalten.
  • Teppiche reinigen sie nur oberflächlich.
  • Ihr Einsatz­gebiet ist auf den Boden beschränkt.
  • Aufgrund ihrer Form reinigen sie Ecken, Kanten und schmale Passagen wenig gründlich oder gar nicht.
  • Damit die Roboter zurecht­kommen, muss der zu saugende Raum aufgeräumt sein.

Größter Plus­punkt: Bequemste Lösung für alle, die keine Lust aufs Saugen haben.

Alternative: Wer es vor allem bequem mag, ist mit einem leichten, guten Akkus­auger am besten bedient. Den gilt es dann aber selbst zu schieben.

In unserem separaten Saugroboter-Test finden Sie Test­ergeb­nisse für etliche Roboter mit und ohne Wisch­funk­tion.

Kleinst­aubs­auger mit Akku

Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Kleinsauger. Für die schnelle Reinigung prima, hält aber nicht lange durch. © Shutterstock / sebra

Kleinst­aubs­auger mit aufladbaren Akkus sind fürs schnelle Saugen zwischen­durch gedacht – im Auto oder im Haushalt. Krümel, Tier­haare oder Katzen­streu lassen sich in geringen Mengen problemlos beseitigen. Einige Modelle schaffen auch Flüssig­keiten. Kleinst­aubs­auger gibt es mit Staubbox oder mit Staubbox und Dauer­filter. Viele Geräte arbeiten höchs­tens 10, manche gut 20 Minuten am Stück. Danach müssen sie auf ihre Lade­station. Wer will, kann die Station an der Wand befestigen.

Vorteile

Nachteile

  • Leicht, hand­lich und vielseitig einsetz­bar. Zum Beispiel zum Saugen im Auto und zur raschen Reinigung von Pols­tern oder Oberflächen.
  • Störende Kabel fehlen.
  • Lassen sich kompakt aufbewahren.
  • Für größere Flächen nicht geeignet – taugen lediglich als Zweitsauger.
  • Abhängig vom Modell, können die Akku­lauf­zeiten knapp sein.
  • Säubern unhygie­nisch, da die Geräte fast immer mit Staubbox ausgerüstet sind.

Größter Plus­punkt: Unkompliziert in der Hand­habung.

Alternative: Viele von den großen Akku-Staubsaugern aus unserem Test lassen sich zum Kleinsauger umbauen.

Die Stiftung Warentest hat aktuell keine Kleinsauger getestet.

Staubsauger im Test Testergebnisse für 132 Staub­sauger

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553 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 06.02.2023 um 10:41 Uhr
Produktauswahl

@LiTe11: Sie haben richtig beobachtet, viele neue Modelle sind keineswegs preiswert. Auch bei den Kabelsaugern. Allerdings finden Sie auch in den aktuellen Staubsaugertests Modelle ab 130 Euro. Die schneiden mit "Befriedigend" durchaus passabel ab.

MHeise am 03.02.2023 um 15:23 Uhr
@StiWa - selten so etwas Unsinniges gelesen

Konkrete Frage: Welche Leistungsfähigkeit der Bodenstaubsauger haben Sie bei der Ökobilanz benutzt? Die getestete (reduzierte) oder die maximale? Ich glaube, ich kenne die Antwort, aber ich will diese von Ihnen hören. Danach kann sich jeder sein Urteil bilden.
===============
@StiWa: Sie gehen von den Akku-Saugern aus und reduzieren dann die Leistungsfähigkeit der Bodenstaubsauger.
Man hätte auch einfach von den Bodenstaubsaugern ausgehen können. Da kann man nämlich die Universaldüse gegen Parkettdüsen oder Düsen für Hartböden austauschen. Da man das bei den Akkumodellen nicht kann - Flexibilität, Erweiterbarkeit, Nachhaltigkeit: mangelhaft.
Mit den obigen Düsen schiebt sich der Sauger ganz einfach. Ich habe mir nach dem Umzug einfach nur die passende Düse nachgekauft, und der Bodensauger funktioniert noch immer, nach 32 Jahren (der meiner Mutter nach 45 Jahren).
StiWa und Nachhaltigkeit: Leere Schnittmenge.

Profilbild Stiftung_Warentest am 31.01.2023 um 17:32 Uhr
Auswahlkriterien und Prüfprogramm realitätsnah

@MHeise: Zum Thema Auswahl: Die Marktbedeutung der Geräte mit Elektrobürste ist vergleichsweise gering – deswegen werden solche Modelle nur alle paar Jahre getestet.
Zum Thema Prüfung mit 35 N:
Jeder Staubsauger wird auf 35 N eingestellt, weil das die mittlere Schiebekraft ist, die vom Durchschnittsverbraucher akzeptiert wird. Natürlich könnte ein 10-Kämpfer theoretisch eine Düse mit 60 Newton Schiebekraft über den Teppich „stemmen“. Das wird er aber nicht machen, weil sich die Düse derart am Teppich festsaugen würde, so dass er auf eine selbst für ihn angenehmere Schiebekraft runterregeln wird.

LiTe11 am 29.01.2023 um 15:58 Uhr
Test Modellauswahl bei Saugern

Nachdem ich/wir Test seit fast 50 Jahren abonnierten, haben wir im Lauf der Jahre viel nützliches dabei erfahren. Aber in den letzten Jahren scheine ich nicht mehr zum angepeilten Nutzerkreis zu gehören, sondern nur noch Leute denen der Kaufpreis einfach egal ist. Das viel mir schon bei 3x so teuren TV Geräten auf, als gute andere (echte) Marken oder bei el. Zahnbürsten (über 40 Jahre Erfahrung damit) gehen die Preise gleich ins 10-fache bei den Testsiegern gegenüber Geräten mit denen ich sehr gute Erfahrungen habe. Und jetzt bei den Saugern wieder:
Wieder nur wenige Anbieter (5) aber 2x Philips und teuer.
Als mein AEG Sauger nach ~ 25 Jahren aufgab, suchte ich einen Neuen (auch bei Test) mit meinen Vorlieben - nix Akku aber langes Kabel, leise und mit Beutel sowie vernünftiger Preis. Es wurde ein AEG VX7-2 Ökox (60% Recycling Material usw) vom Fachhändler für € 130,- und ich bin sehr zufrieden. Leise, saugstark, gutes Handling. Was hätte ich denn für 100-200% Mehrpreis erhalten??

MHeise am 29.01.2023 um 15:02 Uhr
ACHTUNG: Testmethodik und Auswahl nicht neutral

Wer diesen Test liest sollte 2 Dinge berücksichtigen - ein Redakteur der Stiftung Warentest wählt dies immer so, dass sich das Ergebnis einstellt.
1) Auswahl Bodenstaubsaugern ohne rotierende Bürste, Akku-Staubsaugern mit.
StiWa: "Besser mit Tierhaaren komme einige Akkusauger zurecht. Akkusauger haben eine Bodendüse mit einer integr. Bürste die sich dreht. Auch manche Kabelmodelle werden mit Elektrobürste geliefert - aber nicht die im Test."
02) Leistung der Bodenstaubsauger wird limitiert - aber nur wo es negativ wirkt:
StiWa: "Ab 7/2022 ist die Schiebe­kraft bei den meisten Tests auf maximal 35 Newton begrenzt. ... Die Tester regeln die Saug­leistung der Staubsauger so weit herunter, dass sich die Düsen mit maximal 35 Newton schieben lassen. Jeder Staubsauger läuft in dieser Prüfung also mit einer individuell einge­stellten Saug­leistung."
Ferrari darf also nur 30 km/h fahren... Allerdings bei der Ökobilanz, wird dann die nicht benutzte volle Leistungsfähigkeit genommen ?!#