Staubsauger im Test

Akku-Sauger: Wendig, aber nichts für jeden

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Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Manche Akku­staubsauger im Test halten auch mit Bodens­augern mit. © BENJAMIN PRITZKULEIT

Gute Akku-Staubsauger kosten meist viel. Zwei saugen auf Teppich sogar besser als die meisten Boden­staubsauger. Das offen­bart der Staubsauger-Test der Stiftung Warentest.

Staubsauger im Test Testergebnisse für 122 Staub­sauger

Kabellose Staubsauger holen auf

Die kabellose Art Staub zu saugen liegt im Trend. Und lang­sam nähern sich die Akku-Staubsauger ihren kabel­gebundenen Kollegen an, die Testsieger können sogar mithalten. Seit 2020 schnitten acht Staubsauger ohne Kabel mit einem guten Gesamt­urteil ab, nicht alle sind mehr erhältlich.

Insgesamt befinden sich jetzt Ergeb­nisse für 62 Akku-Staubsauger im Test in unserer Daten­bank. Darunter sind Marken wie Dyson, Bosch, Miele und Xiaomi. Wir sagen, für wen sich der Kauf eines Akkus­augers lohnt, welche Vorteile und Nachteile kabellose Sauger haben und welche Geräte in Sachen Saug­kraft über­zeugen.

Gute Akku­staubsauger – noch die Ausnahme

42 Akku-Staubsauger hat die Stiftung Warentest zwischen 2020 und 2022 ins Prüf­labor geschickt, mit den Jahren davor sind es 62 Modelle. Die wendigen Sauger sind schnell zur Hand und ohne Kabel flexibel unterwegs. Auf Hartboden saugen einige Modelle gut, einige Testsieger saugten sogar auf Teppichboden und Hartboden sehr gut. Einige Modelle sind vergleich­bar mit Dyson, dem Akku­sauger-Pionier. Sogar Tier­haare entfernen sie vom Boden. Das liegt an der Ausstattung der Sauger mit Elektrodüse samt rotierender Bürste.

Große Qualitäts­unterschiede bei Akkus­augern im Test

Trotzdem sind nicht alle Geräte eine große Hilfe im Haushalt. Bei Akku­staubsaugern stellen wir stets große Qualitäts­unterschiede fest und finden immer wieder Modelle, bei denen die Saug­kraft nicht stark genug ist. Auch im 2022er Akku­staubsauger-Test saugten einige Modelle nur ausreichend oder gar mangelhaft. So manches Gerät pustete beim Saugen zudem zu viel feinen Staub wieder aus.

Tipp: Viele Akkus­auger lassen sich mit wenigen Hand­griffen auch zum hand­lichen Kleinsauger umbauen (Staubsauger mit Umbaufunktion). Der Kleinsauger kann aber ­– je nach Modell − auf Dauer recht schwer in der Hand liegen.

Akkus­augern geht schnell die Puste aus

Hohe Akku-Leistung, kurze Saug­kraft: Unter Voll­leistung beträgt die Lauf­zeit der Akku-Staubsauger oft nur rund 15 Minuten oder noch weniger. Immerhin: Der Trend geht zu kürzeren Akku-Lade­zeiten. Die Mehr­zahl der getesteten Stiels­auger, wie die Geräte im Elektrofach­handel auch heißen, brauchte zwischen zwei und vier Stunden Lade­zeit für den Akku. Ein 2022 geprüftes Modell ist dank mitgeliefertem Schnell­ladegerät in weniger als einer Stunde wieder voll einsatz­bereit.

Oft mit Staubbox – viel Staub für Allergiker

Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Staubbox. Rausziehen, Staub in die Tonne, zurück in den Sauger. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Fast alle Akkus­auger arbeiten ohne Staubbeutel. Der Schmutz und Dreck landet bei ihnen in einer Staubbox. Beim Entleeren wirbelt oft Staub durch die Gegend. Vor allem für Allergiker kann das quälend sein. Gute Akku-Staubsauger halten den Staub sehr gut oder gut zurück. Aber immer noch schneiden viele Akkus­auger beim Staubrück­halte­vermögen schlecht ab. Heißt: Der einge­saugte Dreck bleibt bei ihnen nicht voll­ständig im Gerät.

Akku-Lauf­zeit passend zur Wohnungs­größe

Staubsauger im Test - Akkus­auger gegen Boden­staubsauger
Kurz­form. Die Akku­staubsauger im Test kommen auch ohne Rohr aus. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Ob sich ein Akkus­auger lohnt, hängt unter anderem von der Wohnungs­größe ab. Wer viele Räume zu reinigen hat, sollte wegen der geringen Akku­lauf­zeit lieber zum kabel­gebundenen Sauger greifen. Für kleinere Haushalte oder fürs schnelle Saugen zwischen­durch sind die akku­betriebenen Kurz­arbeiter aber durch­aus eine hilf­reiche Option.

Neuerdings liefern manche Hersteller auch gleich zwei Akkus mit. Die lassen sich dann ohne Lade­unter­brechung einsetzen und sollen den Akkus­auger dann auch für größere Wohnungen fit machen.

Staubsauger im Test Testergebnisse für 122 Staub­sauger

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Profilbild Stiftung_Warentest am 06.12.2022 um 10:00 Uhr
Umweltschadenpunkte im Diagramm

@aaghakha: Die fehlende Achsenbeschriftung ist tatsächlich „Umweltschadenspunkte“. Diese sind in der Grafiküberschrift genannt.
Die Umweltschadenspunkte ergeben sich aus einer Zusammenrechnung von 18 Wirkungskategorien, darunter auch Klimawandel gemessen in CO2-Äquvilavalenten aber auch Wasserverbrauch, verschiedene Toxizitäten oder fossiler Rohstoffverbrauch (siehe so haben wir getestet). Das heißt in unser Ökobilanz gehen wir über die bloße Betrachtung des Klimawandels hinaus und betrachten weitere Umweltwirkungen, die dann zusammengerechnet werden und abstrakt in Umweltschadenspunkten dargestellt werden.

aaghakha am 04.12.2022 um 22:45 Uhr
Umweltschadenpunkte

Die Diagramme sind nicht beschriftet. Ich möchte wissen, was für eine Einheit das Ökobilanz-Diagramm (Y-Achse) hat. Wie genau sind die Umweltschadenpunkte definiert? Sind damit die CO2-Äquivalente über 10 Jahre in kg gemeint?

Honki am 27.11.2022 um 13:07 Uhr
Staubsauger-Test

Meine Erfahrungen mit dem SIEMENS VSQ5X1238 Staubsauger der nicht mit getestet wurde, aber mit Bosch-Staubsauger vergleichbar sein soll.
Den Staubsauger musste ich zurück geben, da dieser für Kurzflorteppiche überhaupt nicht geeignet ist. Meine 140 qm ist aber komplett mit diesem Teppich ausgelegt:
1. Auf Stellung Teppiche am Drehknopf und an der Düse, saugt sich die Düse so fest, dass der Saugkopf auch nicht mit großer Kraft bewegt werden kann. Erst bei einer Saugleistung fast min. ist ein Arbeiten möglich. Aber dann wird wohl kaum noch Staub aufgenommen.
2. Die Rollen ragen gerade mal 1 Millimeter unter dem Staubsauger raus. Das führt dazu, dass diese in dem Teppich gedrückt werden und nicht mehr richtig Rollen können, also mehr ein schleifen als Rollen und damit schwergängig.
Bei allen von mir im Geschäft getesteten Siemens und Bosch Staubsaugern das Gleiche.
In meinen Augen ein glatter Konstruktionsfehler, da nur für Hartboden geeignet.
Eine extra Turbodüse soll das Problem lösen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 12.10.2022 um 09:35 Uhr
Leichte Stielsauger mit Akku

@wasistdasbeste: In unserem Staubsaugertest finden Sie diese Geräte. Wenn Sie auf die Testergebnisse gehen, sehen Sie die lange Liste der geprüften Staubsauger. In der Spalte links davon sind sogenannte Filter also Auswahlmöglichkeiten für die weitere Suche: Dort klicken Sie zuerst relativ weit oben "Akku-Staubsauger" an, dann ganz unten das gewünschte Gewicht.
In der leichtesten Klasse sind knapp 30 Modelle zu finden.
Das Gewicht ist inklusive Akku gemessen. Und praktisch alle Akku-Sauger haben keine Papierbeutel, sondern eine Staubbox.

wasistdasbeste am 11.10.2022 um 19:35 Uhr
Konnte nicht das Richtige finden - Auswahlt?!?!

Wo finde ich das Gewicht für die getestteten Akkusauger incl. Akku? Ohne Akku wäre er ja nicht betriebsbereit.
Ich suche einen l e i c h t e n Stielsauger (Kabel oder Akku). Er soll für's Bad, den Korridor, die Treppe und das Schlafzimmer sein - überwiegend Hartboden mit Staub und leichteren Krümeln sowie ein paar kleinere Läufer dort ... und er soll für das kleine Zwischendurch sein.
Es ist mir egal wie laut (setzte ich mir Ohrenschützer auf). Wichtig sind noch sehr das Staubrückhaltevermögen, die Haltbarkeit und die Sicherheit. Staubbox würde ich bevorzugen (ist schnell über der Mülltonne ausgeschüttet), aber ein Beutel wäre auch in Ordnung. Wie kann ich das bloß finden?