Stationäre Pflege Special

Die Umfrage der Stiftung Warentest zu Pfle­geheimen war lang. Rund 50 Fragen galt es zu beant­worten. 259 Angehörige von Heimbe­wohnern machten bis zum Ende mit. Vielen Dank! test.de fasst die Ergeb­nisse zusammen und gibt Einblick in den Alltag von Pflegebedürftigen. Unser Special erklärt, wie Sie eine gute Einrichtung finden und die best­mögliche Pflege erhalten. Wir liefern Infos für Betroffene und Angehörige, Interviews zur Pflege-Praxis und erläutern aktuelle gesetzliche Änderungen.

Kompletten Artikel freischalten

SpecialStationäre Pflegetest 11/2015
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 6 Seiten).

Jeder zweite Pflegebedürftige aus unserer Umfrage hat Demenz

In Deutsch­land leben rund 2,7 Millionen Pflegebedürftige, fast jeder Dritte im Heim. Doch der Umzug fällt oft schwer, ist mit Ängsten und organisatorischen Problemen verbunden. Das spiegelt sich auch in den Ergeb­nissen unserer großen Online-Umfrage wider. Alle 259 Teilnehmer haben Angehörige, die während der vergangenen zwei Jahre in eine stationäre Einrichtung gezogen sind. Die meisten Pflegebedürftigen sind laut Umfrage weiblich (rund 70 Prozent), 85 Jahre oder älter (60 Prozent). Gut die Hälfte hat zusätzlich Demenz. Die Angaben decken sich weit­gehend mit der offiziellen Pfle­gestatistik. Darin ist die Situation der Angehörigen freilich nicht abge­bildet. 48 Prozent der Umfrage­teilnehmer, die ihre Angehörigen bisher zu Hause pflegten, gaben an, ihre körperliche oder seelische Belastung sei zu hoch geworden. Unser Special zeigt, wo Pflegebedürftige und Angehörige Hilfe finden. Sie erfahren, welche Beratungs­wege Ihnen offen­stehen, wie Sie geeignete Einrichtungen finden, welche alternativen Wohn­formen es gibt, wie Sie zur Verbesserung der Pflegequalität beitragen können – und welche Auswirkungen die neuen „Pfle­gestärkungs­gesetze“ haben.

Die meisten leben klassisch im Pfle­geheim

Stationäre Pflege Special

Wenn jemand in eine stationäre Einrichtung zieht, dann meist in ein klassisches Pfle­geheim – das legt unsere Umfrage nahe (siehe Grafik). Es gibt aber weitere Wohn­formen. So gelten Seniorenresidenz und Wohn­stift als gehobene Formen des Pfle­geheims. Bei Stationären Haus­gemeinschaften befinden sich mehrere Wohn­gruppen in einem Haus. Wer diese und weitere Angebote kennt und abwägt, ob sie zu den eigenen Vorstel­lungen und Bedürf­nissen passen, hat mehr Auswahl. Unser Special bietet einen Kurz­über­blick zu den verschiedenen Wohn­formen und ein Interview zu stationären Haus­gemeinschaften.

Ratsuchende nutzen unterschiedliche Anlauf­stellen

Stationäre Pflege Special

Die meisten Befragten mussten die Entscheidung für eine Pfle­geeinrichtung schnell treffen, weil ihr Angehöriger akut pflegebedürftig wurde, etwa nach einem Sturz. Sie informierten sich oft in der Klinik oder Rehaklinik, die den Angehörigen behandelte (siehe Grafik). Andere wichtige Anlauf­stellen nutzten sie vergleichs­weise selten. Doch lohnt es auch bei Zeit­druck, zusätzliche Informationen einzuholen. Pflegeberatungs­stellen können den Unterstüt­zungs­bedarf noch unter anderen Blick­winkeln beur­teilen – auch bei Folgeberatungen nach dem Klinik­aufenthalt. Grund­sätzlich gilt: Gesetzliche Rege­lungen zur Pflege sind kompliziert, verläss­liche Infos schwer zu finden. Persönliche Beratung ist da oft Gold wert. Stiftung Warentest nennt Anlauf­stellen.

Kurze Anfahrt zum Heim ist Angehörigen besonders wichtig

Stationäre Pflege Special

Mehrere Punkte spielen bei der Auswahl einer Pfle­geeinrichtung eine Rolle. Auffällig: Viele Aspekte sind den Befragten zu Beginn der Suche wichtiger als letzt­lich bei der Entscheidung (siehe Grafik). Am meisten Bedeutung verlieren der äußere Eindruck sowie der Ruf. Suchende machen sich wohl ihr eigenes Bild und achten mit der Zeit stärker auf andere Aspekte – passend zu den individuellen Anforderungen. 61 Prozent der Befragten führten in mindestens zwei Häusern Gespräche mit der Heimleitung. 43 Prozent sprachen zusätzlich mit Pflegern, 30 Prozent mit Bewohnern. 39 Prozent schauten auch unangemeldet vorbei. Das kann einen realistischeren Eindruck verschaffen. Unsere Check­liste hilft bei der Suche nach dem richtigen Pfle­geheim.

Viel Lob, aber auch deutliche Kritik

Knapp drei Viertel der Befragten sind mit der Pflege ihres Angehörigen in der stationären Einrichtung zufrieden oder sehr zufrieden. Mehr als 80 Prozent nennen das Personal „respektvoll“ und „zugewandt“. Allerdings offen­bart die Umfrage auch deutliche Probleme. 32 Prozent der Befragten stellten Unregelmäßig­keiten oder Fehler bei der Versorgung mit Arznei­mitteln fest. 42 Prozent bemerkten ernst­hafte pflegerische Versäum­nisse. Berichtet wird etwa von mangelnder Körper­pflege, tage­lang getragener Wäsche, zu wenig Flüssig­keits­zufuhr.

Angehörige haben durch­aus Einfluss

Stationäre Pflege Special

Die Miss­stände in Heimen führen die Befragten über­wiegend auf Personal­mangel zurück. Nur 28 Prozent meinen, dass in der Einrichtung immer genug Pfle­gekräfte vorhanden sind. Daran können Angehörige wenig ändern – sie können aber versuchen, die Pflegequalität positiv zu beein­flussen. Mehr als 80 Prozent der Umfrage­teilnehmer sind über­zeugt, dass das gelingt, etwa indem Angehörige Heimbe­wohner häufig besuchen (siehe Grafik). Unser Special sagt, wie Sie im Heim zu guter Pflege beitragen können – und wohin Sie sich im Konfliktfall wenden können. Die Befragten zeigen selbst viel Engagement für die Heimbe­wohner: Rund drei Viertel schauen mindestens einmal die Woche bei ihren Lieben vorbei, 11 Prozent sogar täglich.

Jetzt freischalten

SpecialStationäre Pflegetest 11/2015
0,75 €
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 6 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7 € pro Monat oder 50 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 9 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 30 Nutzer finden das hilfreich.