Wer ein anderes Auto mit Start­hilfe­kabel über­brückt und dabei einen Schaden anrichtet, bekommt nichts von der Kfz-Versicherung. Eine Münchnerin hatte einer Frau helfen wollen, deren Auto nicht ansprang. Doch beim Anschließen des Start­hilfe­kabels verwechselte sie Plus- und Minus­pol und legte die Elektronik des fremden Autos lahm. Reparatur­kosten: knapp 3 800 Euro. Ihre Auto­versicherung zahlte nicht und bekam vorm Amts­gericht Fürs­tenfeld­bruck recht (Az. 5 C 1779/10). Start­hilfe gehöre nicht zum typischen Gebrauch des Autos wie Fahren, Waschen oder Ein- und Aussteigen, wenn zum Beispiel mit der Tür ein Schaden verursacht wird. Statt­dessen wurde der Wagen nur als Stromspender benutzt, so die Richter. Ob die Helferin die Reparatur selbst zahlen muss, war nicht Thema des Rechts­streits. Falls ja, ist offen, ob ihre Privathaft­pflicht­police einspringt. Denn für Fälle rund ums Autos gilt meist eine Ausschluss­klausel.

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