Starter-Kits Meldung

Euro "Starter-Kit": Nominalwert: 10,23 Euro, Abgabepreis: 20,00 DM

Maria B., Herne: Ich habe gehört, dass es die neuen Euro-Münzen schon vor dem 1. Januar 2001 geben soll. Ab wann und wo bekomme ich sie? Muss ich dafür Gebühren bezahlen?

Finanztest: Ab 17. Dezember 2001 halten die deutschen Kreditinstitute 53,5 Millionen "Starter-Kits" mit Euro-Münzen bereit. Sie kosten 20 Mark. Das entspricht dem Gesamtwert der in kleinen Plastikbeuteln enthaltenen 20 Euro-Münzen von 10,23 Euro: 2 x 2 Euro, 3 x 1 Euro, 4 x 50 Cent, 4 x 20 Cent, 3 x 10 Cent, 2 x 5 Cent, 1 x 2 Cent, 1 x 1 Cent. Die Bundesbank hat festgelegt, dass die Kreditinstitute für die Ausgabe der Euro-Haushaltsmischungen keine Gebühren nehmen dürfen. Wie sie die Ausgabe organisieren, ist ihnen aber selbst überlassen.

Und da handeln die deutschen Kreditinstitute offenbar auch nicht einheitlich, wie eine kleine Umfrage von Finanztest ergab. Dresdner Bank und Ostseesparkasse Rostock geben zum Beispiel die Münzbeutel sowohl an eigene als auch an fremde Kunden ab. Sie begrenzen die Abgabemenge nicht, und auch Schüler bekommen gegen 20 Mark die neuen Euro-Münzen. Die Commerzbank wird dagegen nur die eigenen Kunden beliefern und pro Person "bis zu zehn Starter-Kits abgeben - so lange der Vorrat reicht". Auch die Deutsche Bank24 hat vor, vorzugsweise eigene Kunden zu bedenken, "Vorbestellungen" werden nicht angenommen. Bei der Frankfurter Volksbank kommt zum Zuge, wer zuerst da ist.

15 Tage lang sind die neuen Geldstücke dann reine "Ansichtsexemplare", denn richtig bezahlen kann man damit erst ab 1. Januar 2002.

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