Starke Beeren Meldung

Ein Glas Beerensaft am Tag schützt offenbar vor Blasenentzündungen, für die besonders Frauen anfällig sind. Das haben finnische Wissenschaftler in einer Studie mit 300 Frauen festgestellt, die das lästige Leiden bei regelmäßigem Saftgenuss wesentlich seltener plag­te. Der Saft war entweder direkt gepresst oder aus Konzentrat hergestellt.

Frühere Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass Saft aus Cranberries, den amerikanischen Moosbeeren, Blasenleiden vorbeugt. Doch es scheinen auch Säfte heimischer Beeren wie Heidel-, Preisel- oder Johannisbeeren zu wirken. Der Pflanzenbe­standteil Epicatechin verhindert offensichtlich, dass sich Bakterien, die Verursacher einer Infektion, an der Blasenwand festsetzen.

Was der Saft leistet, schaffen frische Früchte allemal. Die Saison von Him-, Heidel-, Brom- und Stachelbeere hat jetzt begonnen. Mit ihren vielen bioaktiven Substanzen, die ihnen Farbe, Duft und Geschmack verleihen, sind Beeren wahre Vitalkügelchen. Im Juli stehen Johannisbeeren auf ihrem Zenit. Schwarze haben besonders viel Vitamin C – etwa dreimal so viel wie Orangen und fünfmal so viel wie rote Johannisbeeren. Dafür wirken die roten Beeren harntreibend und leicht abführend. Egal ob rot oder schwarz: Johannisbeeren sind reich an Salicylsäure. Die ist ähnlich in Aspirin enthalten und schützt mitunter vor Schmerzen.

Tipps: Beeren verderben leicht, achten Sie auf frische, einwandfreie Ware. Um wertvolle Inhaltsstoffe zu schonen, nur kurz mit kaltem Wasser abbrausen. Tiefgefroren bleiben Beeren bis zu fünf Monate frisch. Getrocknet schmecken sie in Früchtetees.

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