Stalking Meldung

Telefonterror ist eine der bevorzugten Belästigungsarten von „Stalkern“. Bevor die Nerven blank liegen, sollten sich Betroffene um Zweitanschlüsse oder andere technische Abwehrmöglichkeiten kümmern.

Psychoterror aus Liebeswahn – das ist „Stalking“. Was meist als Prominentenproblem wahrgenommen wird, kann jedem, vor allem aber Frauen widerfahren: Belästigende Anrufe, SMS oder E-Mails, Briefe, fingierte Warenbestellungen, Beobachten, Belauern oder permanente Präsenz vor der Wohnung. Diese Art von Terror ist enorm belastend und kann das Opfer nervlich zugrunde richten. Die Polizei rät den Betroffenen:

Kontaktsperre. Dem „Stalker“ (englisch „Pirschjäger“) schon bei den ersten Anzeichen klarmachen, dass keinerlei Kontakt gewünscht wird. Danach ist völlige Ignoranz angesagt.

Beweismittel. Alles, was der Stalker schickt, mitteilt oder unternimmt: Dokumentieren.

Fangschaltung. Bei Telefonterror Polizei oder Telefongesellschaft kontaktieren und Rat über technische Abwehrmöglichkeiten holen. Möglich sind geheime Rufnummer, Fangschaltung, Anrufbeantworter, Handy, Zweitanschluss. Opferorganisationen wie der „Weiße Ring“ helfen.

Anzeige. Möglichst bald An­zeige bei der Polizei erstatten.

Verfügung. Beim zuständigen Amtsgericht, Abteilung Zivilsachen oder Familiensachen eine „Einstweilige Verfügung/Schutzanordnung“ nach dem Gewaltschutzgesetz beantragen.

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