Beim Fahren auf einer Straße durch einen Wald muss ein Autofahrer immer mit kreuzenden Rehen oder Wildschweinen rechnen – selbst wenn kein Verkehrsschild davor warnt. Die Straßenverkehrsbehörde muss deshalb einem Autofaher einen Schaden nach einem Wildunfall nicht ersetzen, so das Landgericht Coburg (Az. 11 O 722/ 00). Der Autofahrer hatte mit der Begründung geklagt, dass kein Schild vor plötzlich auf die Straße springendem Wild gewarnt hatte. Doch das Gericht hält Warnschilder nur an besonderen Gefahrenstellen für notwendig; zum Beispiel dort, wo ständig Wildwechsel stattfinden. In einem Waldstück müssen Autofahrer jedoch auch an anderen Stellen mit Tieren auf der Straße rechnen. Kommt es an solch einer unbeschilderten Stelle zu einem Unfall, muss die Behörde nicht haften. Autofahrer mit einer Kaskoversicherung sind jedoch auf jeden Fall geschützt: Bei einem Zusammenprall mit kreuzendem Wild bekommen sie den Schaden ersetzt.

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