Staats­anleihen Meldung

Die Staaten der Eurozone geben neue Anleihen nur noch mit Umschuldungs­klausel, eng­lisch Collective Action Clause (CAC), heraus. Sie wollen den Umgang mit Schuldenkrisen vereinfachen. Nach den neuen Regeln kann sich eine Mehr­heit der Gläubiger im Krisenfall mit dem Heraus­geber der Anleihe auf eine Umschuldung verständigen. Die Minderheit muss sich fügen.

Wie viele Stimmen für die Mehr­heit notwendig sind, hängt davon ab, wie abge­stimmt wird – in einer Gläubiger­versamm­lung oder schriftlich: Versammeln sich die Gläubiger, wird eine 75-prozentige Zustimmung des vertretenen Kapitals verlangt. Stimmen sie schriftlich ab, reicht eine Zwei­drittelmehr­heit.

Die Gläubiger können eine Verlängerung der Anleihel­aufzeit beschließen, sich auf einen nied­rigeren Zins­satz einigen oder den Nenn­wert der Anleihe beschneiden. Die Regel gilt seit Jahres­beginn für Anleihen, die länger als ein Jahr laufen.

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