Staats­anleihen Meldung

Die Regierung von Argentiniens Präsident Mauricio Macri macht Anlegern nach fast 15 Jahren ein Angebot für ihre Staats­anleihen.

Argentinien bietet Anlegern nach fast 15 Jahren die Rück­zahlung ihrer Staats­anleihen an. Viele nach deutschem Recht heraus­gegebene Argentinien-Papiere sind verjährt. Deshalb gilt das Angebot nur für Anleger, die vor deutschen Gerichten ein Zahlungs­urteil erstritten oder gericht­lich geklagt haben und so der Verjährung entkommen sind. Argentinien bietet an, Zinsen, Tilgung sowie Gerichts- und Anwalts­kosten mit 150 Prozent des Nominal­werts abzugelten. Steht im Urteil des Anlegers ein geringerer Betrag, will Argentinien nur die nied­rigere Summe zahlen. Das Angebot gilt nur, wenn die Anleihen noch im Bank­depot verbucht sind. Anleger müssen sich bis 15. November 2016 entscheiden. Rechts­anwalt Marc Liebscher von der Kanzlei Dr. Späth & Partner rät zur Annahme.
Gläubiger, die ihre Anleihe als Urkunde in den Händen halten, müssen auf ein Extraan­gebot warten.

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