Checkliste

Um größere Summen anzulegen, kann ein Rürup-Vertrag insbesondere wenige Jahre vor dem Rentenalter sinnvoll sein. Vor Vertragsabschluss sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Fördersumme. Zahlen Sie in den Rürup-Vertrag maximal die Summe ein, die der Staat steuerlich fördert. Für jemanden, der keine Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung oder ein berufsständisches Versorgungswerk zahlt, sind das 20 000 Euro im Jahr. Wenn Sie hingegen Pflichtbeiträge für Ihre Altersvorsorge zahlen, müssen Sie diese von den 20 000 Euro abziehen.
  • Auswahl. Holen Sie sich mehrere Angebote für eine Rürup-Rente ein und vergleichen Sie diese vor allem anhand der garantierten Rente. Achten Sie insbesondere auch darauf, welche Gebühren der Anbieter für den Vertragsabschluss verlangt. Bisher gab es Rürup-Verträge nur bei Lebensversicherern. Nun dürfen auch Investmentgesellschaften und Banken eigene Rürup-Produkte anbieten.
  • Anbieterwechsel. Achten Sie bei Vertragsabschluss darauf, dass Sie später den Anbieter wechseln können, falls Sie nicht zufrieden sind. Einen Wechsel sollten Sie sich jedoch gut überlegen, da Kosten entstehen.
  • Beitragsfreistellung. Eine Alternative zum Anbieterwechsel ist die Beitragsfreistellung. Wenn Sie aus Ihrem Vertrag aussteigen wollen und keine Beiträge mehr zahlen, bekommen Sie das bis dahin angesparte Guthaben jedoch nicht vorzeitig ausbezahlt.
  • Angehörige. In den Rürup-Vertrag können Sie Hinterbliebenenschutz integrieren. Dann fließt ein Teil Ihrer Beiträge in diese Zusatzleistung, sodass die Rente später geringer ausfällt. Wenn Sie für Ihre Familie bereits eine Risikolebensversicherung abgeschlossen haben, können Sie auf die Zusatzleistung verzichten.
  • Berufsunfähigkeit. Ihr Rürup-Vertrag kann Berufsunfähigkeitsschutz enthalten. Jedoch dürfen maximal 49 Prozent der Beiträge in die Zusatzleistung fließen. Das kann interessant sein, wenn Sie sonst keinen günstigen Vertrag bekommen.

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