Die Vorteile für die Altersvorsorge

Für staatlich geförderte Riester- und Rürup-Verträge sowie Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds gibt es schon während des Berufslebens Steuerersparnisse oder Zulagen. Rentenversicherungen ohne Förderung haben dagegen im Alter Steuervorteile.

Riester-Vertrag

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Die Beiträge bestehen aus eigenen Einzahlungen und Zulagen, die der Staat in den Vertrag einzahlt. Der Zuschuss vom Staat beträgt 114 (ab 2008: 154) Euro Grundzulage und 138 (ab 2008: 185) Euro Zulage für jedes Kind, für das Anspruch auf Kindergeld besteht. Der eigene Beitrag muss zusammen mit den Zulagen vom Staat 3 (ab 2008: 4) Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens betragen, höchstens aber 1 575 (ab 2008: 2 100) Euro im Jahr. Sonst gibt es weniger Zulage. In der Steuererklärung können Riester-Sparer für die Zulagen vom Staat und die eigenen Beiträge den Abzug als Sonderausgaben beantragen. Ist die Steuerersparnis durch den Abzug größer als die Zulagen, bekommen sie die Differenz über die Jahresabrechnung.

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Die Rente oder Kapitalauszahlung ist im Alter voll steuerpflichtig.

Rürup-Rentenversicherung

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Die Beiträge sind dieses Jahr bis zur Höhe von 64 Prozent Sonderausgaben. In den nächsten 18 Jahren erhöht sich der Prozentsatz jedes Jahr um 2 Prozent bis auf 100 Prozent im Jahr 2025. Maximal sind es 20 000/40 000 Euro im Jahr (Alleinstehende/Ehepaare), die das Finanzamt zusammen mit den Beiträgen für die gesetzliche Rentenversicherung und berufsständische Versorgungswerke anerkennt.

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Renten, die ab 2040 beginnen, sind voll steuerpflichtig. Bis dahin hängt der steuerpflichtige Teil vom Jahr des Rentenbeginns ab. Versicherte, die 2008 die erste Zahlung bekommen, müssen 56 Prozent Rente abrechnen. Beginnt die Rente im Jahr 2015, sind 70 Prozent steuerpflichtig.

Betriebliche Altersvorsorge: Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds

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Die Beiträge der Arbeitnehmer für die betriebliche Altersvorsorge zweigt der Arbeitgeber vom Lohn ab. Sie sind bis zur Höhe von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung steuerfrei. Das sind dieses Jahr 2 520 Euro. Für den steuerfrei eingezahlten Lohn sparen Arbeitnehmer außerdem bis 2008 die Sozialabgaben. Zusätzlich können sie – ohne Ersparnis von Sozialabgaben – 1  800 Euro Lohn im Jahr steuerfrei investieren, wenn sie keine Direktversicherung oder keinen Pensionskassen-Vertrag aus der Zeit vor 2005 haben, in den sie pauschal versteuert Lohn einzahlen.

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Die Rente oder Kapitalauszahlung ist später voll steuerpflichtig. Auch Sozialabgaben fallen an.

Rentenversicherungen ohne Förderung – mit und ohne Kapitalwahlrecht

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Die Beiträge müssen Versicherte ohne Steuer-, Sozialabgabenersparnis und staatliche Zulagen finanzieren. Das gilt auch für Sofortrentenversicherungen gegen Einmalbeitrag, die keine Rürup-Versicherung sind.

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Die Rente ist später nur zum Teil steuerpflichtig. Der steuerpflichtige Teil hängt vom Alter bei Rentenbeginn ab. Beginnt sie mit 67 Jahren, sind zum Beispiel von 1 000 Euro Rente nur 170 Euro (17 Prozent) steuerpflichtig.

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Die Kapitalauszahlung, die Versicherte statt einer Rente erhalten können, ist erst nach Abzug der bis dahin gezahlten Beiträge voll steuerpflichtig. Das lässt sich aber mit einem Vertrag, der mindestens zwölf Jahre läuft und frühestens mit 60 Jahren das Kapital auszahlt, verhindern. Unter diesen Bedingungen ist nur die Hälfte vom Kapital, das nach Abzug der Beiträge bleibt, steuerpflichtig. Es gehört zu den Kapitaleinnahmen, von denen der Sparerfreibetrag und die Werbungskostenpauschale von zusammen 801/1 602 Euro (Alleinstehende/Ehepaare) abgehen.