Wer sich vor einer roten Ampel falsch einge­ordnet hat und doch noch die Spur wechseln will, sollte sich vergewissern, dass der Neben­mann ihn vorlässt. Ein Porsche-Fahrer hatte sich schon halb in die Lücke vor einen Lkw geschoben. Als die Ampel grün wurde, fuhr der Lkw los und erwischte den Porsche. Da der Spur­wechsler keinen Blick­kontakt zum Lkw-Fahrer aufgenommen hatte, haftet er zu 70 Prozent. Den Lkw-Fahrer treffen 30 Prozent Mitschuld. Er hätte nach­sehen müssen, ob vor ihm frei ist (Ober­landes­gericht Hamm, Az. I-9 U 5/12).

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