Die deutsche Autoindustrie hatte sich 1998 verpflichtet, bis 2008 einen Durchschnittsverbrauch von 5,7 Litern und CO2-Emissionen von 140 Gramm zu erreichen. Doch die Konzerne kommen ihrer Selbstverpflichtung nicht nach, wie eine Analyse des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) belegt. Sie werben vor allem für Modelle mit höherem Verbrauch und entsprechenden CO2-Emissionen. Der Durchschnittsverbrauch der Pkw, für die 2005 bevorzugt geworben wurde, beträgt rund 9 Liter auf 100 Kilometer, die CO2-Emissionen liegen bei durchschnittlich 215 Gramm pro Kilometer. Der BUND fordert die Autohersteller auf, Produktpolitik und Werbestrategie zu ändern. Die techni­schen Einsparpotenziale seien riesig und die Technik für Autos mit sparsamem Verbrauch längst vorhanden. Die Umwelt und die Geldbeutel der Kunden könnten durch sparsame Pkw massiv entlastet werden.

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