So haben wir getestet

Im Test: 23 exemplarisch ausgewählte Akustik-Spielzeuge, darunter Puppen, Roboter, Tier- und andere Figuren sowie drei per App steuer­bare Produkte. Wir kauf­ten sie im Mai und Juni 2019 ein. Bei den Preis­angaben in den Tabellen handelt es sich um von uns bezahlte Einkaufs­preise.

Sicherheit

Mecha­nische Sicherheit: Wir prüften in Anlehnung an Din EN 71–1:2014+A1.2018, ob beispiels­weise Gefahren durch verschluck­bare Kleinteile, scharfe Ecken und Kanten sowie Klemm­stellen bestanden. Wir führten Fall-, Schlag- und Zugprüfungen durch und untersuchten den Schutz des Spiel­zeugs vor zu schneller Entflamm­barkeit, letzteres in Anlehnung an Din EN 71–2: 2011+A1:2014.

Elektrische Sicherheit: Wir ermittelten in Anlehnung an Din EN 62115:2005 + A2: 2011+ A11:2012+A12:2015, ob sich ein Spielzeug beispiels­weise durch den Defekt eines Bauteils oder eine mögliche Blockierung zu stark erwärmt oder es zu brennen anfängt. Enthielten die Produkte LED-Licht­quellen, bestimmten wir deren Licht­leistung, um eine Gefähr­dung des Auges auszuschließen – ebenfalls in Anlehnung an in Anlehnung an Din EN 62115:2005 + A2: 2011+ A11:2012+A12:2015.

Akustische Sicherheit: Wir ermittelten in Anlehnung an Din EN 71–1:2014+A1.2018, ob die Anforderungen der Spiel­zeugnorm für die Laut­stärke einge­halten werden.

Schad­stoffe

Wir prüften die Spiel­zeugmaterialien auf folgende gesundheitlich oder ökologisch relevante Schad­stoffe:

Farb­stoffe. Textilien und Lacke untersuchten wir auf sensibilisierende und krebs­erzeugende Farb­stoffe, Textilien zusätzlich auf den Gehalt verbotener Azofarb­stoffe und primärer aromatischer Amine. Bei den Farb­mitteln bestimmten wir die in Din EN 71–9 und im Oeko-Tex Stan­dard 100 aufgeführten sensibilisierenden und krebs­erzeugenden Farb­stoffe in Anlehnung an Din 54231:2005 und gemäß Din EN 71–9 bis 11:2005. Die Azofarb­stoffe, die krebs­erzeugende Arylamine freisetzen können, untersuchten wir bei den Textilien gemäß Din EN ISO 14362–1:2017. Die Verwendung von Azofarb­stoffen, die 4-Amin­oben­zol freisetzen können, untersuchten wir gemäß Din EN ISO 14362–3: 2017.

Kurz­kettige Chlorparaf­fine. Bei Kunststoffen analysierten wir den Gehalt an kurz­kettigen Chlorparaf­finen nach Lösungs­mittel­extraktion und in Anlehnung an die CADS Methode mit Bezug auf EN ISO 18219:2015.

Phthalate. Wir analysierten Kunststoffe und Lacke auf Phthalat-Weichmacher nach Extraktion mit einem organischen Löse­mittel mittels GC-MS. Neben den Phthalaten, die gesetzlich reglementiert sind, wurden auch weitere Phthalate erfasst, die unter anderem als fort­pflan­zungs­gefähr­dend einge­stuft sind.

Poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK). Alle zugäng­lichen Kunststoffe, Lacke und Textilien untersuchten wir nach den Vorgaben des GS-Zeichens für Geprüfte Sicherheit gemäß der Spezifikation AfPS GS 2014:01 PAK.

Nitrosamine und nitrosier­bare Stoffe. Spiel­zeugteile aus Gummi und anderen Elastomeren prüften wir darauf, ob sie inner­halb von vier Stunden bei 40 Grad Celsius Nitrosamine und nitrosier­bare Stoffe an eine Speichel­prüflösung abgaben. Die Speichellösung wurde gemäß Din EN 71–12:2017 untersucht.

Schwer­metalle und weitere Elemente. Materialien aus Metall mit möglichem Haut­kontakt haben wir mit einem Nickel­schnell­test in Anlehnung an CR 12471–5.3.4:2002 über­prüft. Aus Lacken, Kunststoffen und Textilien untersuchten wir in Anlehnung an Din 71–3:2019 die Freiset­zung verschiedener Schwer­metalle wie Blei, Chrom, Kadmium und Zink, indem wir die Proben mit Salzsäure versetzten und danach analysierten. Zusätzlich ermittelten wir den Gehalt an Blei und Kadmium nach Vollauf­schluss gemäß EPA 3052 mittels ICP-OES und ICP-MS.

Weitere Substanzen. Wir ermittelten die Freiset­zung verschiedener Mono­mere wie Phenol, Styrol, Form­aldehyd, Bisphenol A und Acrylamid (in Anlehnung an EN 71–9 bis 11) und bestimmten den Gehalt an Organozinn­verbindungen (in Anlehnung an ISO/TS 16179:2012) sowie bestimmter Flamm­schutz­mittel. Dabei wurden sowohl halogenierte Flamm­hemmer erfasst als auch Substanzen aus der Reihe der Organo­phosphate. Wir prüften zusätzlich auf Nonylphenoleth­oxylate und Octyl­phenoleth­oxylate sowie auf Nonylphenol und Octylphenol. Alkylphenoleth­oxylate wurden dabei in Anlehnung an die EN ISO 18254–1:2016 bestimmt.

Speichel- und Schweißecht­heit. Wir ermittelten mit Speichel- und Schweiß­prüflösungen in Anlehnung an Din 53160–1 und –2:2010, ob die Materialien Farbe abgaben.

Unter­suchungen der Apps

Drei Produkte bieten Apps für die Betriebs­systeme Android und iOS. Wir sichteten über einen zwischen­geschalteten Server den Daten­strom und lasen die von den Apps gesendeten Daten aus. Wir analysierten die Daten und falls notwendig, entschlüsselten wir sie. So ermittelten wir, ob die Apps für den Betrieb nicht notwendige Daten senden. Zusätzlich haben wir die Bluetooth-Schnitt­stellen zwischen den Apps und dem Spielzeug auf bekannte Sicher­heits­lücken hin untersucht. Ein Experte prüfte die Daten­schutz­erklärungen und die allgemeinen Geschäfts­bedingungen auf unzu­lässige Klauseln, die den Kunden benach­teiligen.

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