Bildungsurlaub: Bezahlte Zeit fürs Sprachenlernen

Bildungsurlaub. Für Sprachkurse im In- und Ausland können Arbeitnehmer Bildungsurlaub bei ihrem Arbeitgeber beantragen. Sie bekommen dann freie Tage für die Weiterbildung. In vielen Bundesländern ist Bildungsurlaub gesetzlich verankert, nur nicht in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen. Mehr Infos gibt es unter www.arbeitundleben.de, siehe Bildungsfreistellung.

Kosten. Während des Bildungsurlaubs zahlt der Arbeitgeber das Gehalt weiter. Die Kosten der Sprachweiterbildung trägt der Arbeitnehmer selbst.

Dauer. Den Mitarbeitern stehen in der Regel fünf Arbeitstage pro Jahr zu. Meist lässt sich der Anspruch eines Jahres ins folgende mitnehmen, um zehn Tage am Stück zu beantragen.

Voraussetzung. Infrage kommen nur Weiterbildungen, die im jeweiligen Bundesland als Bildungsurlaub anerkannt sind. In Kursverzeichnissen und Weiterbildungsdatenbanken sind sie durch Hinweise wie „Für Bildungsurlaub zugelassen“ gekennzeichnet. Auf www.languageCourse.de finden Interessenten Sprachschulen in aller Welt, deren Kurse bereits als Bildungsurlaub genehmigt sind.

Antrag. Bildungsurlaub muss spätestens vier bis sechs Wochen zuvor beim Arbeitgeber beantragt werden. Dem Antrag ist die Anerkennung der Weiterbildung als Bildungsurlaub beizulegen. Diese Bestätigung stellt das Bildungsinstitut aus, das die Weiterbildung ­anbietet. Der Arbeitgeber kann den ­Bildungsurlaub nur aus wichtigen ­betrieblichen Gründen ablehnen.

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