Ausgewählt , geprüft, bewertet

Im Test: Kurse für Business-Eng­lisch mit mindestens 30 Unterrichts­einheiten, die ein- bis zweimal wöchentlich als Gruppen­unter­richt statt­fanden, an 18 Sprach­schulen. Geprüft wurden vier über­regionale Sprach­schulen, die bundes­weit mindestens vier Stand­orte haben. Dort wurden die Kurse an drei Stand­orten getestet, so dass ein Qualitäts­urteil vergeben werden konnte. Im Test waren außerdem neun regionale Sprach­schulen und fünf Volks­hoch­schulen aus Städten mit mehr als 500 000 Einwohnern. Die Kurse dort wurden einmal begut­achtet und bewertend beschrieben.

Jeden Kurs besuchte eine geschulte Prüf­person. Diese dokumentierte das Kurs­geschehen mithilfe von stan­dardisierten Erhebungs­bögen und Protokollen. Die Prüf­personen hatten Eng­lisch­kennt­nisse auf dem Niveau B1 bis C1 des Gemein­samen Europäischen Referenz­rahmens (GER). Beim Wall Street Institute wurde die Qualität der E-Learning-Komponenten nicht voll­ständig geprüft. Lehr­materialien und Kunden­informationen hat jeweils ein Experte begut­achtet. Die allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) hat ein Rechts­gut­achter geprüft. Die angegebenen Prozent­zahlen gelten nur für die Kurse der über­regionalen Sprach­schulen mit test-Qualitäts­urteil.

Test­zeitraum: Januar bis November 2009.

Preise: Laut Anbieter­angaben Juni 2010.

ABWERTUNGEN

Bei „ausreichender“ Qualität des Gruppen­urteils „Sprach­unter­richt“ kann das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein als das Gruppen­urteil „Sprach­unter­richt“. Deutliche Mängel in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen führten zu einer Abwertung des test-Qualitäts­urteils um eine halbe Note, sehr deutliche zur Abwertung um um eine ganze Note.

SPRACH­UNTER­RICHT: 50 %

Untersucht wurde die inhalt­liche Ausrichtung der Kurse. Dazu wurde u.a. geprüft, welche Themen aus Wirt­schaft und Arbeits­welt (z. B. Marketing, Business-Etikette) behandelt und welche berufs­relevanten Fertigkeiten (z. B. Telefonieren, E-Mailing, Präsentieren) vermittelt wurden und ob interkulturelle Unterschiede Thema waren. Auch die im Unter­richt einge­setzten Lehr­materialien wie Lehr­bücher, Skripte, Kopien­samm­lungen oder authentische Materialien (z. B. Zeitungen) wurden geprüft. Neben der inhalt­lichen wurde auch die didaktische Gestaltung der Sprach­kurse untersucht. Im Einzelnen geprüft wurden Unterrichts­aufbau und -organisation, die Teilnehmer­orientierung (z. B. Umgang mit Fehlern), ob sprach­vergleichend gearbeitet wurde, welchen Stellen­wert die Sprach­kompetenzen Lesen, Schreiben, Sprechen, Hören im Unter­richt hatten, wie Grammatik und Vokabeln vermittelt wurden und ob Strategien zur Sicherung des Gelernten (Trans­fersicherung) thematisiert wurden.

KURSORGANISATION: 25 %

Geprüft wurde die Qualität der Kunden­betreuung (z. B. Kontakt­aufnahme, Anmelde­verfahren, weitere Service­leistungen) sowie die Lerninfrastruktur (z. B. Räumlich­keiten, Ausstattung mit Präsentations­medien).

BERATUNG UND EINSTUFUNG: 15 %

Untersucht wurden Struktur und Inhalte der Beratungs­gespräche. Zusätzlich wurde die Qualität der Einstufung bewertet.

KUNDEN­INFORMATION: 10 %

Bewertet wurde die Informations­qualität der Printmaterialien – wenn vorhanden – und der Internet­seiten der Sprach­schulen.

MÄNGEL IN DEN AGB: 0 %

Die allgemeinen Geschäfts­bedingungen wurden von einem juristischen Sach­verständigen geprüft, ob sie nach dem AGB-Recht unzu­lässige Klauseln enthalten und den Kunden dadurch benach­teiligen.

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