Sprachkurs im EU-Ausland Meldung

Wer aus beruflichen Gründen einen Sprachkurs in einem anderen EU-Land absolviert, hat jetzt bessere Karten beim Finanzamt. Der Bundesfinanzhof entschied: Aufwendungen für ein Sprachtraining im EU-Ausland müssen wie Kurse im Inland anerkannt werden. Davon profitierte ein Verkäufer, der vor allem in französischsprachigen Ländern tätig ist. Er durfte Kursgebühren, Fahrt-, Verpflegungs- und Unterkunftskosten für einen Französisch-Intensivsprachkurs in Frank­reich als Werbungskosten abziehen. Private Reisemotive, die ihm das Finanzamt unterstellte, ließen die Richter nicht gelten, da der Sprachkurs vor Ort speziell auf die Anforderungen in seinem Job zugeschnitten war (Az. VI R 168/00).

Außerdem: Der Außendienstler absolvierte insgesamt 60 Französischstunden in zehn Tagen, für touristische Erkundungen blieb da ja kaum Zeit.

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