Sprach­assistenten im Test Test

Auf Handys gibt es Siri und Google Assistant schon länger. Jetzt erobern die digitalen Sprach­assistenten die Wohn­zimmer. Was taugen die Sprach­erkennungs­systeme, wo liegen Risiken? Die Stiftung Warentest hat fünf Assistenz­systeme mit Sprach­erkennung getestet: Amazon Alexa, Apple Siri, Google Assistant, Microsoft Cortana und Sony Xperia Ear – auf Smart Speaker wie Google Home, auf Tablet und Smartphone. Neben der Sprach­steuerung, den Funk­tionen und der Klangqualität spielt im Sprach­assistenten-Test auch der Daten­schutz eine wichtige Rolle.

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TestSprach­assistenten im Test28.03.2018
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Smarte Laut­sprecher machen Technik zugäng­licher

„Alexa, wie wird das Wetter?“ „OK Google, spiele Deutsch­land­funk.“ „Siri, schreibe eine Mail an Max.“ Digitale Sprach­assistenten verändern unseren Umgang mit Technik. Auf Smartphones und Tablets ist diese Art von Sprach­steuerung schon länger verfügbar. Doch mit dem Hype um intelligente Laut­sprecher wie Amazon Echo und Google Home sind sie jetzt in aller Munde. Ein Grund: Die reine Sprach­steuerung der „Smart Speaker“ macht die Technik zugäng­licher. Man muss keinen Computer­bild­schirm ablesen und braucht keine Erfahrung mit Tastaturen, Computermäusen oder Apps. Das macht sie auch für solche Nutzer interes­sant, die bisher mit Smartphones und Internet nicht so viel am Hut hatten.

Fünf Sprach­assistenten im Test

Die Stiftung Warentest hat fünf Assistenz­systeme auf acht Geräten geprüft: Amazon Alexa auf zwei Echo-Laut­sprechern und einem Fire-HD-Tablet. Google Assistant auf einem Pixel-Smartphone und dem Laut­sprecher Google Home. Apple Siri auf dem iPhone 8. Microsoft Cortana auf einem Surface-Pro-Tablet. Außerdem ist Sony Xperia Ear dabei – eine Kombination aus einer Android-App und einem Ohrhörer, der per Bluetooth-Funk mit dem Smartphone gekoppelt wird. Apples erster smarter Laut­sprecher, der 350 Dollar teure Home­Pod, ist bisher nur in Australien, Groß­britannien und den USA verfügbar und daher noch nicht im Sprach­assistenten-Test der Stiftung Warentest vertreten.

Unterschiede bei Sprach­steuerung, Klang und Funk­tionen

Der Test zeigt Unterschiede nicht nur zwischen den Assistenten, sondern auch zwischen unterschiedlichen Hard­ware-Lösungen. So sind die smarten Laut­sprecher durchweg besser darin, weiter entfernte oder abge­wandte Sprecher zu verstehen, als die Smartphones und Tablets im Test. Klang­lich über­zeugt Markt­führer Amazon gleich zweifach: Die Sprach­synthese von Alexa klingt am natürlichsten, und Amazons Laut­sprecher klingen besser als der von Google. Beim Funk­tions­umfang sieht die Sache komplizierter aus: Hier kann zum Beispiel Amazons Alexa auf den Echo-Laut­sprechern mehr als auf dem Fire-HD-Tablet. Der Google Assistant bietet dagegen auf dem Pixel-Handy Kommunikations­möglich­keiten, die er auf dem Google-Home-Laut­sprecher noch nicht beherrscht.

Steck­briefe statt Qualitäts­urteile

Im Laufe des Tests zeigte sich auch: Vieles ist noch im Fluss. So verstand Alexa zu Beginn der Prüfungen noch keine Anschluss­fragen, die sich auf die voran­gegangene Nutzerfrage beziehen. Inzwischen hat Amazons Assistent diese Fähig­keit hinzugelernt. Die Anbieter entwickeln die noch junge Technik offen­bar ständig weiter, es kommen laufend neue Funk­tionen und Fähig­keiten hinzu. Das ist einer der Gründe, warum die Tester bei diesem ersten Vergleich noch keine Noten und Qualitäts­urteile vergeben haben und statt­dessen den aktuellen Stand der Technik in Steck­briefen zu den geprüften Assistenz­systemen vorstellen.

Nutzer verraten viel über sich

Eines haben alle geprüften Systeme gemein­sam: Die eigentliche Sprach­erkennung läuft nicht lokal auf den Handys oder Laut­sprechern. Statt­dessen geht alles über Internet­rechner des jeweiligen Anbieters. Das wirft Fragen zum Daten­schutz auf. Wer einen Sprach­assistenten intensiv nutzt, teilt dessen Anbieter viel über sein Leben mit. Wer etwa per Amazon Echo seine Lieblingsalben abruft, verrät Amazon seinen Musik­geschmack. Und wer dem Google Assistant E-Mails diktiert, ermöglicht Google Einblicke, mit wem er sich zu welchen Themen austauscht.

Fragen zum Daten­schutz bleiben offen

Umso mehr werden sich potenzielle Nutzer fragen, was mit all den Daten geschieht. Der Test zeigt: Die Daten­schutz­erklärungen der Anbieter sind hier keine große Hilfe. Vieles darin ist unklar formuliert und mit deutschem Daten­schutz­recht kaum vereinbar. Zusätzlich wandte sich die Stiftung Warentest auch direkt an die Anbieter: Welche Daten werden gespeichert und wo? An wen geben sie Daten weiter, wann löschen sie sie auto­matisch? Amazon und Microsoft antworteten nur lückenhaft, Apple, Google und Sony äußerten sich gar nicht. So bleibt beim Thema Daten­schutz ein mulmiges Gefühl. Kann man Sprach­assistenten guten Gewissens nutzen oder sollte man vor­erst die Finger davon lassen? Auch unter den Mitarbeitern der Stiftung Warentest ist das umstritten. In einem Pro & Contra Sprachassistenten liefern beide Seiten ihre Argumente.

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