Sportverletzung Meldung

Hart wie die Profis? Bei groben Fouls müssen Hobbykicker zahlen.

Spielt ein Freizeitfußballer so brutal, dass er einen Mitspieler ­verletzt, muss er mit Schadenersatzforderungen rechnen. Das Oberlandesgericht Hamm hat einen Hobbyspieler verurteilt, der ­Versicherung eines Verletzten 6 200 Euro Behandlungskosten zu erstatten (Az. 34 U 81/05).

Der Spieler hatte den gegnerischen Stürmer mit einer Grätsche von hinten zu Fall gebracht. Dafür sah er erst die rote Karte und dann die Krankenhausrechnung, denn der Stürmer hatte sich bei der ­brutalen Aktion schwer am Sprunggelenk verletzt.

Zwar gilt für gefährliche Sportarten, dass Mitspieler gegenseitig auf Schadenersatzansprüche verzichten, wenn einer den anderen unüberlegt oder aufgrund von Erschöpfung verletzt. Gehen sie aber absichtlich härter zur Sache als üblich, zahlen sie. So sah es das Gericht im Fußballfall. Der foulende Spieler hatte keine Chance, den Ball zu spielen. Dass er es selber glaubte, spielte keine Rolle.

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