Sportverletzung Meldung

Wer beim Fußball einen anderen Spieler durch eine Grätsche von der Seite verletzt, handelt rechtswidrig, muss aber nicht unbedingt für die dadurch entstandenen Schäden aufkommen. So hat das Oberlandesgericht Düsseldorf Schadenersatzansprüche eines Spielers zurückgewiesen, dem ein offener Beinbruch zugefügt worden war (Az. 22 U 73/99).

In der Grätsche von der Seite sah das Gericht zwar einen klaren Regelverstoß. Anders als bei einer Grätsche von hinten habe die seitliche Aktion aber im Grenzbereich von erlaubter Härte und Unfairness gelegen. Entscheidend sei daher, ob eine Vermeidung der Gefährdung zumutbar gewesen wäre. Das lehnte das Gericht im vorliegenden Fall aber ab. Die Spieler seien kurz vor dem Abpfiff erschöpft gewesen, Regen hätte die Partie zudem besonders anstrengend gemacht.

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