Glossar

Feuchteregulierung

Der Mensch produziert Wärme, beim ruhigen Sitzen etwa 115 Watt, in Bewegung bis zu 450 Watt und bei schwerer körperlicher Anstrengung kurzfristig sogar 1 000 Watt und mehr. In dem Maße, wie er Wärme produziert, muss er sie wieder abgeben, damit die Körperkerntemperatur konstant bleibt – zunächst als „trockenen“ Wärmefluss. Reicht das nicht mehr aus, als Feuchtigkeit.

Bei normaler Betätigung. Ohne starke körperliche Anstrengung, wenn wir noch nicht oder nur wenig schwitzen, verdampft das Schwitzwasser an der Hautoberfläche, um den Körper zu kühlen. Dann muss das Textil den Wasserdampf gut durchlassen und verteilen können, damit er nicht als Wasser am Körper herunterfließt. Das nennen Fachleute „Wasserdampfdurchgangsvermögen“, Laien „Atmungsaktivität“. Wie atmungsaktiv das Textil ist, hängt unter anderem von seiner Dicke und Struktur ab, nicht so sehr vom Fasermaterial.

Bei starkem Schwitzen. Jetzt müssen die Fasern den Schweiß möglichst schnell aufnehmen und vom Körper weg transportieren. Das passiert entlang den Faseroberflächen und durch die Faserzwischenräume, die wie feine Kapillaren wirken. Je feiner die Fasern und Garne des Textils sind, desto besser ist der „Löschblatteffekt“.

Wärmeregulierung

Besonders bei kühlen Temperaturen muss das Textil Wärme spenden – auch dann, wenn die Wäsche durchs Schwitzen feucht geworden ist. Je mehr Luft in den Stoffen eingeschlossen und je dicker das Textil ist, desto höher ist normalerweise die Wärmeisolation. Wichtig für ein angenehmes Tragegefühl ist vor allem, wie schnell das durchgeschwitzte Hemd am Körper trocknet. Dauert das zu lange, kommt es zum „post-exercise-chill“-Effekt: Nach der körperlichen Anstrengung kühlt das noch feuchte Textil den Sportler aus.

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