Sportunfall Meldung

Reitlehrer dürfen bei ihrem Unterricht auch gegen den Widerstand von Ross und Reiter handeln, ohne gleich dafür haften zu müssen.

Auch vor Gericht müssen Reiter fest im Sattel sitzen – selbst Reitschüler. Eine Reitlehrerin muss nach einem Unfall ihrer Schülerin weder Schadenersatz noch Schmerzensgeld zahlen, entschied das Oberlandesgericht Hamm (Az. 13 U 228/01). Die Lehrerin hatte während einer Übungsstunde eine Dressurübung durchzusetzen versucht, indem sie dem Pferd der Schülerin ins Zaumzeug griff. Das geschah gegen den Widerstand des Pferds und der Reiterin. Das Pferd stürzte und die Reitschülerin verletzte sich schwer.

Die Reitlehrerin habe mit der Fortführung der Übung nicht gegen ihre Sicherungspflichten verstoßen, da es zum Ziel der Ausbildung von Pferd und Reiter gehöre, solche Widerstände zu überwinden, urteilten die Richter. Eine Pflichtverletzung läge nur dann vor, wenn es konkrete Anhaltspunkte für ein Steigen des Pferdes gegeben hätte.

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