Checkliste: Was zur Untersuchung gehört

Sportmedizinische Untersuchungen Test

Wichtigste Erkenntnis: Wie belastbar ist das Herz?

Gibt es unerkannte Gesundheitsrisiken, die gegen eine sportliche Belastung sprechen? Die sportmedizinische Unter­su­chung soll vor allem eventuelle Schäden des Herz-Kreislauf-Systems aufdecken, aber auch eine Grundlage für die Empfehlung individuell geeigneter Sportarten sowie sinnvoller Trainingsintensitäten und Belastungsgrenzen bieten. Wer älter als 35 Jahre ist, sollte den Check in regelmäßigen Abständen machen lassen. Wichtig ist er vor allem nach einer längeren Sportpause. Die wichtigsten Elemente einer sportmedizinischen Untersuchung:

Basisuntersuchung

Sportmedizinische Untersuchungen Test

Belastungs-Check fürs Herz. Elektroden leiten Impulse für das Belastungs-EKG ab.

  • Anamnese: Krankengeschichte, sportliche Erfahrungen und Ziele erfragen.
  • Körperliche Untersuchung: Herz und Lunge abhorchen zum Beispiel. Bauchorgane wie Leber, Milz, Niere abtasten.
  • Orthopädisch untersuchen: Wirbelsäule, Schulter-, Hüft-, Knie- und Fußgelenke. Muskelstatus: Arme, Beine und Rumpf.
  • Belastungs-EKG mit gleichzeitiger Blutdruckmessung: Ermittelt den Grad der körperlichen Belastbarkeit. Feststellung von Sauerstoffmangel und Durchblutungsstörungen des Herzmuskels während körperlicher Belastungen, Herzrhythmusstörungen, Belastungshochdruck.
  • Laboruntersuchungen: Können versteckte Gesundheitsprobleme verschiedener Organe aufdecken. Urinstatus und Blutbild, unter anderem zur Bestimmung von Blutfettwerten, Blutzucker, Harnsäure, Entzündungsreaktionen.
  • Beratung: Anhand der Untersuchungsergebnisse Gesundheitsberatung sowie konkrete Sport- und Trainingsempfehlungen.

Zusatzuntersuchungen

Sportmedizinische Untersuchungen Test

Orthopädische Probleme im Blick.

  • Herzultraschall: Größe, Struktur, Pumpfunktion des Herzens, Herzklappenfunktion. Sinnvoll bei persönlichen oder familiären Herz-Kreislauf-Risiken.
  • Lungenfunktionsprüfung: Registriert Atemvolumen und eventuell eingeengte Atemwege. Gemessen wird mit einem Spirometer – das ist ein kleines Gerät mit Mundstück, in das Atemluft gepustet wird. Sinnvoll bei Erkrankungen der Lunge und Atemwege (Raucher, Allergiker, Asthmatiker).
  • Körperfettanteil ermitteln: Sinnvoll bei Gewichtsreduktion. Mittels Elektroden wird der Stromwiderstand im Körper oder mit einer Fettzange die Hautfaltendicke gemessen.
  • Laktattest: Sinnvoll für leistungsorientierte Trainingsplanung, ermittelt den günstigsten Pulsbereich. Während des Belastungstests wird parallel zur Messung der Herzfrequenz am Ohrläppchen Blut zur Bestimmung der Laktatkonzentration entnommen. Wenn die Kurve schlagartig ansteigt, erhält die Muskulatur über Lunge und Kreislauf nicht mehr genügend Sauerstoff zur Deckung des Energiebedarfs. Erfolgreiches Ausdauertraining findet genau unterhalb dieser Schwelle statt.
  • Sauerstoffaufnahmetest: Sinnvoll für Leistungssportler, ermittelt die günstigste Trainingsbelastung. Mithilfe einer speziellen Atemmaske stellt der Test fest, wie viel Sauerstoff der Körper bei maximaler Belastung verwerten kann. Die Sauerstoffaufnahme ist die entscheidende leistungsbegrenzende Größe für alle länger dauernden Ausdauer­belastungen.

Kosten

Die Kosten für rein präventive sportmedizinische Untersuchungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht. Wenn jemand Beschwerden hat, Schwierigkeiten beim Treppensteigen zum Beispiel, Schmerzen in der Brust oder Probleme bei der Atmung, sind Teile der Untersuchung – wie etwa der Belastungstest – eine Kassenleistung.

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