Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: Vier sportmedizinische Untersuchungszentren und neun niedergelassene Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Sportmedizin. Die sportmedizinischen Untersuchungszentren wurden nach einer Liste des Deutschen Sportbunds ausgewählt. Sie mussten sich in Städten mit mehr als 500 000 Einwohnern befinden und nach telefonischer Nachfrage die Leistung innerhalb des Untersuchungszeitraums anbieten. Alle in der Beispielregion Osnabrück niedergelassenen Ärzte, die in der öffentlichen Datenbank der zuständigen Ärztekammer und der kassenärztlichen Vereinigung mit der Zusatzbezeichnung Sportmedizin gelistet waren und nach telefonischer Auskunft eine sportmedizinische Untersuchung anbieten, wurden einbezogen. Alle Zentren und Ärzte wurden verdeckt von drei geschulten Testpersonen als Patienten aufgesucht, die als Freizeitsportler mögliche gesundheitliche Risiken oder Einschränkungen beim Sport überprüfen lassen und zu geeigneten Sportarten und der Trainingsgestaltung beraten werden wollten. Die weiblichen und männlichen Testpersonen waren unterschiedlichen Alters und hatten beratungsrelevante Risikofaktoren.
Erhebungszeitraum: September bis November 2005.

Abwertungen

Bei „mangelhaft“ für Untersuchungen konnte das test-Qualitätsurteil nicht besser sein. Bei „mangelhaft“ für orthopädische Untersuchung konnte das Gruppenurteil Untersuchungen maximal eine Note besser sein. Bei „mangelhaft“ für Gesundheitsberatung konnte das Gruppenurteil Befund und Beratung maximal eine Note besser sein.

Telefonische Vorinformation: 5 %

Bewertet wurden Informationen während der telefonischen Terminvereinbarung zu den Bestandteilen und Kosten der Untersuchung sowie zu notwendigen Unterlagen (zum Beispiel Vorbefunde).

Anamnese: 15 %

Zielsetzung erfragt: Nachfragen zur Motivation der Testpersonen für die Untersuchung.
Krankengeschichte erfragt: Fragen zu Risikofaktoren und Krankheiten.
Sporterfahrung erfragt: Sportaktivitäten.
Laborwerte überprüft: Übliche Laborwerte sollten erfragt (zum Beispiel Cholesterinwerte) oder erhoben werden (zum Beispiel Urinstatus).

Untersuchungen: 40 %

Allgemeine körperliche Untersuchung: unter anderem Gewicht, Größe, Abhören des Herzens.
Orthopädische Untersuchung: unter anderem Inspektion und Untersuchung der großen Gelenke, Muskelstatus.
Belastungsuntersuchung: unter anderem Belastungs-EKG, Blutdruck bei Belastung.

Befund und Beratung: 40 %

Die Auswertung der Befunde als Grundlage der Beratung umfasst zum Beispiel Aussagen zu Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit der Testpersonen. In der Gesundheitsberatung sollte unter anderem auf das Risikoprofil eingegangen, gegebenenfalls sollten Lebensstiländerungen angeregt werden. Die Sportberatung umfasst unter anderem eine Beratung zu geeigneten Sportarten, die Trainingsberatung unter anderem Aussagen über Dauer, Häufigkeit und Intensität des individuellen Trainings. Ein schriftlicher Bericht, der zum Beispiel Befunde dokumentiert, wurde von allen Testpersonen als Teil der Leistung erbeten. In das Urteil zur Untersu­chungsatmosphäre floss zum Beispiel ein, ob der Arzt und das Helferteam die Untersuchungssituation angenehm gestalteten.

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