So haben wir getestet

Im Test: 17 Sport­kopf­hörer, davon zehn kabel­gebundene Kopf­hörer und 7 Bluetooth-Kopf­hörer. Zusätzlich identifizierten wir 5 bauähnliche Kopf­hörer.

Wir kauf­ten die Geräte von März bis April 2016 ein und ermittelten die Preise in einer über­regionalen Handels­erhebung im Mai 2016.

Ton: 50 %

Sieben Experten hörten mit den Kopf­hörern Klangbei­spiele aus Rock und Pop, Jazz, Klassik sowie Sprache. Sie beur­teilten die Qualität des Klangs – etwa die Dynamik, Natürlich­keit, Trans­parenz, und ob der Ton frei von Verzerrung war. Zudem bewerteten die Tester den Klang­charakter, etwa die Schärfe und das Volumen. Der Hörtest erfolgte in Anlehnung an IEC 60268-13.

Für die Hörtests wählten die Experten unter den mitgelieferten Kopf­hörer-Ohrpols­tern die aus, die ihnen individuell am besten passten.

Trage­komfort und Hand­habung: 35 %

Sieben geschulte Nutzer prüften Einsetzen und Anpassen sowie Abnehmen der Kopf­hörer. Sie berück­sichtigten die Links-Rechts-Beschriftung und testeten den Sitz der Geräte mit den individuell am besten passenden Ohrpols­tern. Zudem haben wir die Breitbandkennungs­spannung (WBCV) gemessen. Den Trage­komfort beim Sport beur­teilten die Tester bei zwei verschiedenen Sport­arten: einer Fitness­übung mit sich stark bewegendem Kopf und Oberkörper sowie einer Lauf- und Hüpf­übung. Pro Kopf­hörer absol­vierten sie jede Sport­art für zirka 20 Minuten. Die sieben Prüfer trugen die Kopf­hörer zusätzlich jeweils 30 Minuten im Alltag. Kriterien für die Komfort­prüfungen waren insbesondere Druck, Wärme, Sitz, Gewicht und Verrutschen. Wir bewerteten die Eignung für unterschiedliche Nutzer. Die sieben Tester beur­teilten die Beein­trächtigung durch eine Brille. Sie prüften, inwiefern sich die Brille auf den Trage­komfort und die Pass­form der Kopf­hörer auswirkt. Beim Prüf­punkt Trans­port ging es darum, wie einfach sich die Kopf­hörer trans­portieren und aufbewahren lassen – mitgelieferte Taschen haben wir berück­sichtigt. Ein Experte prüfte, wie leicht und gründlich sich die Kopf­hörer reinigen lassen. Dafür beachtete er die Anbieter­angaben. Ein Experte und fünf geschulte Nutzer haben die Gebrauchs­anleitung und alle mitgelieferten Informationen untersucht, u. a. auf Voll­ständig­keit und Über­sicht­lich­keit.

Stör­einflüsse: 5 %

Fünf geschulte Prüfer bestimmten in Hörtests die Schall­abstrahlung, also wie laut Neben­stehende mithören. Die Tester verglichen die Laut­stärke in direkter Nach­barschaft, sie standen etwa zehn Zenti­meter neben der Versuchs­person, die den Kopf­hörer trug. Auf den Kopf­hörern lief Rock­musik mit einer Laut­stärke von etwa 85 dB(A) – das entspricht in etwa der Laut­stärke einer Haupt­verkehrs­straße. Geräusche bei Bewegung: Im Rahmen der Trage­komfort­prüfungen beur­teilten die sieben Nutzer, in wieweit sich auch bei sehr leisen Musikpassagen Kabel­geräusche bemerk­bar machten.

Bluetooth: 5 %

Um die Nutzung der Bluetooth-Kopf­hörer einzuschätzen, wurden alle Bedien­möglich­keiten begut­achtet. Dazu zählten etwa Pairing oder Laut­stärkeeinstel­lungen. Von Interesse war, ob es eine Akku­anzeige für den Betriebs- und Lade­zustand gibt. Oder auch, ob sich Funk­tionen versehentlich ein- oder ausschalten lassen. Zudem haben wir bei der Kurz­stre­cken­funk­über­tragung die Empfangs­empfindlich­keit untersucht. Beim Akku haben wir u. a. die Aufladedauer und die Lauf­zeit bewertet.

Schad­stoffe: 5 %

In Produkt­bestand­teilen der Kopf­hörer wie Ohrpols­tern, Ohrbügeln und Kabeln, die länger mit der Haut in Kontakt kommen, suchten die Tester nach den Schad­stoffen Phthalat-Weichmacher, poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) und Chlorparaf­fine. PAK analysierten wir in Anlehnung an die GS-Spezifikation AfPS GS 2014:01 PAK, Phthalat-Weichmacher und Chlorparaf­fine nach Extraktion mit GC/MS.

Weitere Unter­suchungen

Wir testeten die Halt­barkeit der Anschluss­kabel am Anschluss­stecker bei Zugprüfungen – jeweils parallel zur Kabel­richtung mit 50 N und senkrecht zur Kabel­richtung mit 25 N angewandter Kraft. Zudem haben wir jedes Kabel 30 000 Mal gebogen. Es gab keine nennens­werten Ausfälle.

Zudem haben wir für die Bestimmung der Empfindlich­keit die Breitbandkennungs­spannung (wide band characteristic voltage, WBCV) in Anlehnung an DIN EN 50332-2:2014-8 gemessen.

Um die Abschirmung vor Außen­geräuschen zu prüfen, trugen fünf geschulte Prüf­personen die Kopf­hörer in einem Prüf­raum mit diffuser Geräusch­umgebung – rosa Rauschen mit etwa 85 dB(A) – ohne einge­speistes Signal.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich Produktmängel verstärkt auf das Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Diese Abwertungen haben wir einge­setzt: Ab ausreichend im Urteil Eignung für unterschiedliche Nutzer werteten wir das Urteil Trage­komfort und Hand­habung ab. Je schlechter das Urteil, desto stärker ist der Abwertungs­effekt.

Ab Note mangelhaft für die Gebrauchs­anleitung und Informationen werteten wir das Urteil Trage­komfort und Hand­habung um eine halbe Note ab. Lautete das Urteil für Schad­stoffe ausreichend, konnte das Qualitäts­urteil nur eine Note besser sein.

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TestSport­kopf­hörer12.08.2016
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