Sportbekleidung Meldung

Saunen ist die einzige Tätigkeit, bei der Leute gerne und mit Absicht schwitzen. Ansonsten ist die Ausdünstung des eigenen Körpers eine lästige Begleiterscheinung sportlicher Aktivitäten. Doch Sportartikelhersteller lassen ihre Kunden nicht im Schweiß stehen. Sie helfen ihnen mit Hightech-Bekleidung. Vorteil gegenüber herkömmlichen Textilien: Der Schweiß fließt durchs Material nach außen, verdunstet dort und kühlt so den Körper. Aber Achtung: Mit Weichspüler gewaschen funktionieren die teuren Klamotten nicht mehr.

Natürliche Kühlung

An heißen Sommertagen tragen Jogger, Radfahrer oder Fußballspieler am besten so wenig Kleidung wie möglich. Dann kann der Schweiß auf der nackten Haut verdunsten und sie dadurch kühlen. Herkömmliche Kleidung behindert diese natürliche Kühlung: Der Stoff saugt sich mit der salzigen Körperflüssigkeit voll. Die direkte Verdunstung findet nicht statt. Stattdessen klebt das T-Shirt auf der Haut und riecht nach einiger Zeit unangenehm.

Funktionierender Schweißlauf

In Hightech-T-Shirts, -Shorts oder -Hosen schwitzen Sportler im Idealfall nicht weniger sondern angenehmer. Grundlage für das Kunststück sind neuartige Materialien. Die darin eingesetzten Kunstfasern nehmen den Schweiß vom Körper auf, um ihn dann - anders als Baumwolle - durch den speziell strukturierten Stoff direkt nach außen zu leiten. Dort verdunstet der Schweiß. Der Stoff speichert die Flüssigkeit nicht, sondern transportiert sie weiter.

Viele Namen für das gleiche Kind

Die meisten Sportartikelhersteller sind so überzeugt von ihrer Technologie, dass sie fast nur noch Bekleidung aus oder mit Kunstfaser herstellen. Bei Adidas, Puma, Nike, Asics, Reebok und anderen Firmen finden Fitness-Fans zahlreiche Produkte für die verschiedensten Sportarten. Neue Technologie braucht auch neue Namen. „Climalite“, „Dry&Cool“, „Play Dry“ oder „Dri-Fit“ bezeichnen letztlich ähnliches Kunstfasermaterial. Und wie schon der Produktname signalisiert, haben sie alle den gleichen Anspruch: den Sportler trocken zu halten.

Vorsicht Weichspüler!

Feind aller Funktionsbekleidung sind die meisten Weichspüler. Wird die Kleidung damit gewaschen, schränkt dies ihre Funktion stark ein. Begründung: Nach dem Waschgang setzt sich Weichspüler an den Fasern fest. Der softe Wäschezusatz wirkt wasserabweisend. Der Stoff nimmt den Schweiß nicht mehr auf und kann ihn also auch nicht nach außen ableiten. Das T-Shirt oder die Shorts sind nach einer Weichspülung aber nicht für immer kaputt. Der Weichspüler löst sich nach einigen Waschgängen wieder aus dem Gewebe.

Lesen hilft nicht immer

Nicht jeder weiß, dass Weichspüler der Wäsche schaden kann. Meist hilft ein Blick auf das eingenähte Etikett. Dort steht in der Regel, wenn Weichspüler nicht verwendet werden soll. Ein renommierter Hersteller allerdings verschweigt das Weichspüler-Problem seinen Kunden: Bei Asics gibt es weder im Etikett noch in den sonstigen Produktinfos einen Hinweis. Adidas, Puma, Nike und Reebok dagegen bitten ihre Händler sogar noch zusätzlich darum, Kunden beim Kauf über das richtige Waschen zu informieren.

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