Sport-Rollstühle Meldung

Krankenkassen brauchen Behinderten keine speziellen Rollstühle für bestimmte Sportarten zu bezahlen. So entschied das Sozialgericht in Dortmund (Aktenzeichen S 44 KR 94/01).

Ein 46-jähriger Rollstuhlfahrer hatte die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) mit der Begründung verklagt, er benötige einen etwa 2 000 Euro teuren zusätzlichen Sportrollstuhl, um Badminton und Basketball spielen zu können.

Das Sozialgericht wies die Klage ab. Die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkasse sei auf Hilfsmittel begrenzt, die für Grundbedürfnisse wie die Mobilität notwendig seien. Sportliche Betätigungen wie Badminton oder Basketball gehörten jedoch nicht dazu.

Die Stiftung Warentest hat festgestellt: Sportrollstühle sind von weit besserer Qualität als Standardgeräte. Sie würden sich für die Nutzer aus Gründen der besseren Handhabbarkeit generell und für die Krankenkassen der besseren Haltbarkeit wegen durchaus auszahlen.

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