Sport-Rollstühle Kassen zahlen nicht

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Krankenkassen brauchen Behinderten keine speziellen Rollstühle für bestimmte Sportarten zu bezahlen. So entschied das Sozialgericht in Dortmund (Aktenzeichen S 44 KR 94/01).

Ein 46-jähriger Rollstuhlfahrer hatte die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) mit der Begründung verklagt, er benötige einen etwa 2 000 Euro teuren zusätzlichen Sportrollstuhl, um Badminton und Basketball spielen zu können.

Das Sozialgericht wies die Klage ab. Die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkasse sei auf Hilfsmittel begrenzt, die für Grundbedürfnisse wie die Mobilität notwendig seien. Sportliche Betätigungen wie Badminton oder Basketball gehörten jedoch nicht dazu.

Die Stiftung Warentest hat festgestellt: Sportrollstühle sind von weit besserer Qualität als Standardgeräte. Sie würden sich für die Nutzer aus Gründen der besseren Handhabbarkeit generell und für die Krankenkassen der besseren Haltbarkeit wegen durchaus auszahlen.

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Carolinchen am 01.11.2011 um 08:38 Uhr
Es gibt auch sportliche Alltagsrollstühle!

Standardrollstühle und Leichtgewichtrollstühle sind Rollstühle für Nützer, mit schlechter Mobilität, die keine spezielle Rollstuhlanpassung benötigen. Rollstuhlnutzer die gerne aktiv sind und ein Höchstmaß an Selbständigkeit und Mobilität anstreben, sollten sich einen Aktivrollstuhl verschreiben lassen. Solche Rollstühle werden immer einzeln und ganz speziell für den jeweiligen Nutzer hergestellt und haben deshalb eine sehr hohe Qualität und sind sehr langlebig. Standard- oder Leichtgewichtrollstühle sind keine Maßanfertigungen. Sie sind ermöglichen keine hohe Mobilität und schränken die Selbständig und Mobilität des Nutzers ein. Ihre Haltbarkeit unterscheidet sich stark von Aktivrollstühlen.
Starrahmenaktivrollstühle erleichtern nicht nur den Alltag und haben eine viele Jahre dauernde Haltbarkeit, sie sind auch als Sportrollstuhl geeigent. Echte Sportrollstühle, wie im Artikel beschrieben, sind keine Alltagsrollstühle, sondern nur für den Einsatz beim Sport bestimmt.