Spoo­fing Meldung

Wenn sich der Staats­anwalt persönlich meldet und plötzlich Geld verlangt, sollten Sie miss­trauisch sein. Vermutlich ist der Anrufer nicht der, für den er sich ausgibt. Aber warum stimmt dann die Nummer im Display? test.de erklärt, was „Call-ID-Spoo­fing“ ist, und wie die Abzo­cker vorgehen.

Die Nummer sieht richtig aus

Der Staats­anwalt persönlich? Solche Telefon­anrufe wünscht man sich nicht unbe­dingt. Geht es dann noch um eine Vorladung vor Gericht und um eine Menge Geld, atmen viele Angerufene schon auf, wenn der Straf­verfolger signalisiert, es sei eine rasche, unkomplizierte Lösung möglich: Nur einige hundert Euro über­weisen und die Sache ist vom Tisch. Einige zahlen – kritischere Geister prüfen nach dem Anruf, ob es wirk­lich die Nummer der Staats­anwalt­schaft ist. Und siehe da: Sie passt.

So gehen die Kriminellen vor

Dennoch sind Abzo­cker am Telefon. Sie rufen über ihren Computer an. Damit ist das Fälschen der Nummer kein Problem. „Call-ID-Spoo­fing“ nennt es das Bundes­kriminal­amt (BKA). Die Opfer sehen im Telefon­display die Nummer der Staats­anwalt­schaft. Nur die letzte Zahl der Durch­wahl ist so verändert, dass jeder, der zurück­ruft, beim Betrüger landet. Der meldet sich als Staats­anwalt – oder Verbraucherzentrale, als BKA-Ermittler, als Rechts­anwalt. Da sind die Täter flexibel, warnt die Polizei. Einige geben vor, das Konto des Opfers werde von Kriminellen miss­braucht. In der Bank gebe es eine undichte Stelle. Daher sei absolutes Schweigen notwendig. Das Problem zu lösen, koste 200 Euro, Über­weisung bitte aufs Konto bei einer Bank im Ausland. Besser ist es, nach so einem Anruf die Polizei zu benach­richtigen.

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