Spielzeug für Kleinkinder Test

Kuscheltiere, Schmusepuppen, Rasseln, Beißringe, Holzautos und Badetiere: Spielzeug für kleine Kinder soll schadstofffrei und sicher sein. Die Stiftung Warentest hat 49 Spielzeuge untersucht. In sieben wurden bedenkliche Schadstoffe gefunden. Weichmacher in Kunststoffpuppen, Kohlenwasserstoffe im Stofflöwen und ein Krebs erregender Farbstoff im Quietscheentchen. In puncto Sicherheit gabs dagegen nur einen Ausreisser: Die Luxor Spiel&Spaß Nachziehente bekam die rote Karte. Grund: Die Ente enthält eine kleine Kugel, die verschluckt oder eingeatmet werden kann.

Kleine Teile sind tabu

Kleine Teile sind für Babys tabu. Kinder erfahren die Welt mit dem Mund. Deshalb darf das Spielzeug keine Teile enthalten, die verschluckt oder eingeatmet werden können. Das schreibt die EU-Spielzeugrichtlinie vor. Spielzeug, das der Richtlinie entspricht, darf mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet werden. Kontrollen sind allerdings selten. Beispiel: Die Nachziehente von Luxor. Der Hersteller verwendet das CE-Zeichen, obwohl die Ente eine Stahlmurmel enhält. Im Test löste sich ein Rad und gab die Murmel frei. Kleine Kinder könnten sie verschlucken oder schlimmer noch: daran ersticken.

Weichmacher und Formaldehyd gefunden

Zum Glück ist das hässliche Entlein eine Ausnahme: Die anderen Spielzeuge im Test waren sicher. Zumindest, was gefährliche Kleinteile betrifft. In sieben von 49 Spielzeugen fanden die Tester allerdings Schadstoffe: Weichmacher in Kunststoffpuppen, Formaldehyd in Holzspielzeug, ein krebserzeugender Farbstoff im Quietscheentchen und Kohlenwasserstoffe im Stofflöwen. Kein schönes Ergebnis: Schließlich nuckeln und kauen kleine Kinder gern am Spielzeug herum.

Herkunft ungewiss

Einziger Trost: Die gefundenen Schadstoffmengen waren relativ gering. Die Spielzeuge sind nicht unmittelbar gefährlich. Ärgerlich aber, dass Spielzeug überhaupt Schadstoffe enthält. Formaldehyd etwa steht im Verdacht Krebs zu erzeugen. Gleiches gilt für den Farbstoff im Quietscheentchen. In Deutschland dürfen solche Farbstoffe nicht mehr verwendet werden. Das Quietscheentchen aber, kommt aus China. Kein Einzelfall: Fast jedes zweite Spielzeug im Test wurde dort produziert. Die Herkunft ist allerdings selten angegeben.

Rückruf bei Ikea

Vorbildlich reagierte das Möbelhaus Ikea: Im Oktober rief es seine Snuttig-Stofftiere zurück, nachdem die Nähte einiger Stofftiere aufgeplatzt waren. Die Kunden erhielten kostenlosen Ersatz – obwohl nicht alle Snuttigs von dem Mangel betroffen waren. Das Stofftier ist mit Kunststoffkügelchen gefüllt. Die sind in einen Extra-Beutel eingenäht. Wenn der allerdings aufreißt, können die Kügelchen eingeatmet oder verschluckt werden. Auch die Stiftung Warentest hatte mehrere Snuttig-Stofftiere im Test. Hier waren die Nähte sicher. Das Beispiel zeigt, dass Spielzeug laufend überprüft werden muss. Eine falsche Einstellung an den Nähmaschinen, schon werden die Nähte zu lasch.

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