So haben wir getestet

Im Test: 22 exemplarisch ausgewählte Plüschtiere und Figuren. Wir kauf­ten das Spielzeug von April bis Mai 2020. Bei den Preisen handelt es sich um von uns bezahlte Einkaufs­preise.

Sicherheit vor unmittel­baren Gefahren

Wir prüften nach den Spiel­zeugnormen, ob Risiken beispiels­weise durch Entflamm­barkeit, verschluck­bare Kleinteile, Strangulations- oder Ersti­ckungs­gefahr bestanden, führten Zugprüfungen durch und maßen Schnurlängen. Wir prüften die mecha­nisch-physika­lischen Eigenschaften der Spielzeuge gemäß EN 71–1:2014+A1:2018, die Entflamm­barkeit nach EN 71–2:2011+A1:2014.

Schad­stoffe

Wir untersuchten Material­proben der Spielzeuge auf folgende Substanzen:

Farb­mittel: In Textilien bestimmten wir den Gehalt an sensibilisierenden und krebs­erzeugenden Farb­stoffen sowie an verbotenen Azofarb­stoffen. Bei den Farb­mitteln bestimmten wir die in Din EN 71–9 und im Oeko-Tex Stan­dard 100 aufgeführten sensibilisierenden und krebs­erzeugenden Farb­stoffe in Anlehnung an Din 54231:2005 und gemäß Din EN 71–9 bis 11:2005. Die Azofarb­stoffe, die krebs­erzeugende Arylamine freisetzen können, untersuchten wir bei den Textilien und den Lacken in Anlehnung an Din EN ISO 14362–1:2017. Die Verwendung von Azofarb­stoffen, die 4-Aminoaz­oben­zol freisetzen können, untersuchten wir gemäß Din EN ISO 14362–3:2017.

Flamm­schutz­mittel, Mono­mere, Form­aldehyd: Kunststoffe prüften wir auf die Freiset­zung von Mono­meren wie Bisphenol A und Acrylamid, Textilien und Kunststoffe auf den Gehalt an verbotenen halogenierten Flamm­schutz­mitteln sowie Textilien zusätzlich auf den Gehalt an Form­aldehyd. Flamm­schutz­mittel prüften wir nach Löse­mittel­extraktion mittels GC-MS. Mono­mere prüften wir gemäß Din EN 71–9 bis 11:2005. Den Gehalt an freiem und hydrolysiertem Form­aldehyd prüften wir gemäß Din EN ISO 14184–1:2011.

Kurz­kettige Chlorparaf­fine: Kunststoffe analysierten wir auf den Gehalt dieser Chlorparaf­fine nach Löse­mittel­extraktion in Anlehnung an die CADS Methode mit Bezug auf EN ISO 18219:2015 mit einem Chlorierungs­grad von 59 % für SCCP.

Nickel: Wir untersuchten metall­haltige Teile mit einem Nickel­schnell­test und ermittelten die Abgabe des Metalls nach den Nickel­prüfnormen. Der Nickel­schnell­test wurde gemäß CR 12471–5.3.4:2002 und die Prüfung auf Nickellässig­keit gemäß Din EN 1811:2015 durch­geführt. Der Abrieb erfolgte nach Din EN 12472:2015.

Nitrosamine und nitrosier­bare Stoffe: Wir prüften, ob Teile aus Elastomeren wie Gummi diese Stoffe abgaben. Gummi­schnüre mit Textilummantelung versetzten wir mit Speichel­prüflösung, ließen sie vier Stunden bei 40 Grad Celsius stehen. Die Speichel­prüflösung wurde anschließend gemäß EN 71–12:2016 auf N-Nitrosamine und N-nitrosier­bare Stoffe untersucht.

Nonylphenoleth­oxylate (NPE), Nonylphenol: Bei Textilien, Lacken und Kunststoffen analysierten wir den Gehalt an Nonylphenoleth­oxylaten und Nonylphenol. Nonylphenol bestimmten wir nach Löse­mittel­extraktion mittels GC-MS, Nonylphenoleth­oxylate in Anlehnung an EN ISO 18254–1:2016 mit HPLC-MS.

Poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK): Wir prüften Textilien, Lacke und Kunststoffe gemäß den Vorgaben des GS-Zeichens für Geprüfte Sicherheit auf PAK. Die Gehalts­bestimmung der PAK erfolgte gemäß der GS-Spezifikation AfPS GS 2019:01 PAK.

Phthalate: Kunststoffe analysierten wir nach Heraus­lösen auf alle in der EU geregelten Phthalate – einschließ­lich der als besonders besorgnis­erregend einge­stuften Phthalate. Die Phthalate prüften wir nach der Extraktion mittels eines organischen Löse­mittels mit GC-MS.

Schwer­metalle und weitere Elemente: Wir bestimmten deren Freiset­zung aus Textilien, Kunststoffen und abge­schabten Lacken sowie den Gehalt an Blei, Kadmium und Organozinn­verbindungen. Die Freiset­zung der Schwer­metalle prüften wir gemäß EN 71–3:2019. Die Gehalts­bestimmung von Blei und Cadmium erfolgte nach Vollauf­schluss gemäß EPA 3052 mittels ICP-OES bzw. ICP-MS, die Gehalts­bestimmung der Organozinn­verbindungen nach Extraktion mit methano­lischer Lösung und Derivatisierung mittels GC-MS in Anlehnung an ISO/TS 16179.

Speichel- und Schweißecht­heit: Wir ermittelten mit Speichel- und Schweiß­prüflösung, ob die Materialien Farbe abgaben. Die Speichel- und Schweißecht­heit prüften wir gemäß Din 53160–1 und –2:2010.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass sich Urteile verstärkt auf das Gesamt­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende haben wir einge­setzt: Die Sicherheit kann nicht besser sein als die Note für die Sicherheit vor unmittel­baren Gefahren oder die Note für Schad­stoffe.

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TestSpielzeug im Test17.11.2020
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