Zum Schmusen. Babydream Hund von Ross­mann und Djungelskog Orang Utan von Ikea.

Viele Kinder wünschen sich zu Weih­nachten Eiskönigin Elsa oder Peppa Pig als Spielkameraden. Die Stiftung Warentest hat 22 Plüschtiere und Figuren ins Labor geschickt, darunter Spielzeug von Disney, Kik und Steiff (Preise: rund 5 bis 62 Euro). Anders als beim letzten Plüschtier-Test fanden wir nur wenige gesund­heits­gefähr­dende Schad­stoffe. Trotzdem können wir nur 11 Spielzeuge empfehlen. Die anderen 11 sind wegen Schad­stoffen oder anderer Sicher­heits­risiken ausreichend oder mangelhaft.

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TestSpielzeug im Test17.11.2020
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Spielzeug im Test: 11 Kuscheltiere sind sicher

Um die 22 Plüschtiere und Figuren zu prüfen, haben wir etwa 300 mecha­nische und physika­lische Tests durch­geführt sowie Hunderte Material­proben auf rund 235 verschiedene Substanzen analysiert. Der Licht­blick: Krebs­erzeugendes Chrysen entdeckten wir diesmal nicht. Vor fünf Jahren waren noch 43 Prozent der Plüschtiere mit diesem poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoff belastet (siehe test 12/2015). Die Sicherheit von Plüschtieren hat sich gegen­über dem Vortest verbessert. Die großen Stoff- oder Plüsch­flächen waren diesmal meist in Ordnung. Empfehlen können wir dennoch nur die Hälfte der geprüften Spielsachen: Zehn sind sehr gut oder gut, eins ist befriedigend.

Das bietet der Spielzeug-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen für 22 Plüschtiere und andere Figuren, unter anderem von Käthe Kruse, Sigikid und Stern­taler. Die Stiftung Warentest hat das Spielzeug auf gesund­heits­gefähr­dende und umwelt­schädliche Schad­stoffe geprüft sowie mecha­nischen und physika­lischen Tests unterzogen.

Kauf­beratung. Unsere Test­ergeb­nisse helfen Ihnen dabei, sicheres Spielzeug für Ihre Lieben zu finden, das sich bedenkenlos verschenken lässt.

Tipps und Hintergrund. Sie erfahren, warum wir elf Plüschtiere und andere Figuren in der Sicherheit mit ausreichend oder mangelhaft bewertet haben und wie Eltern einen Teil der nicht empfehlens­werten Spielsachen sicherer machen können. Die Stiftung Warentest hat die Anbieter der acht mangelhaften Produkte um Stellung­nahme gebeten. Erfahren Sie, wie die Anbieter reagiert haben und was sie ihren Kunden anbieten.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, können Sie das PDF zum Testbe­richt aus 12/2020 lesen.

Die Tücke im Detail

Elf Produkte schneiden in der Sicherheit ausreichend oder mangelhaft ab. Die Tücke steckt oft im Detail, etwa in Accessoires oder Zusatz­materialien. Einige sind im Filz, Etikett oder Hals­tuch mit kritischen Mengen gesund­heits­gefähr­dender oder umwelt­schädlicher Schad­stoffe belastet. Andere sind nicht sicher, weil sich verschluck­bare Kleinteile lösen, Plüsch zu schnell brennt oder Strangulations­gefahr besteht.

Spielzeug-Test im Video: Brennende Katze und andere Mängel

Die Mängel der acht mit Mangelhaft bewerteten Spielzeuge im Test, darunter auch Eiskönigin Elsa.

Gefähr­liche Verpackung

Um zu ermitteln, ob die knuffigen Gefährten für unter Dreijäh­rige sicher sind, hat die Stiftung Warentest das Spielzeug im Labor begut­achtet, vermessen und Belastungs­tests ausgesetzt. Bei zwei Plüschtieren waren Verpackungs­tüten zu dünn. Das ist eine Gefahr und wird von der Spiel­zeugnorm so einge­ordnet: Legt sich ein Kind die Tüte aufs Gesicht, kann sie im schlimmsten Fall so an Mund und Nase haften, dass es nicht mehr atmen und ersti­cken kann. Verpackungen müssen eine bestimmte Foliendicke einhalten, sonst fallen sie durch und das umhüllte Spielzeug gleich mit.

Leicht entflamm­barer Plüsch

Ein Kuscheltier ist mangelhaft, weil sein Plüsch zu schnell brannte. Kaum entzündete der Brenner im Labor das Fell, stieg die Flamme zügig den Plüschrü­cken hinauf. Die Geschwindig­keit lag bei mehreren Prüf­mustern über dem von der Spiel­zeugnorm vorgegebenen Limit von drei Zenti­metern pro Sekunde. Bei den anderen Produkten im Test breiteten sich die Flammen viel lang­samer aus oder verloschen von selbst.

Verschluck­bare Kleinteile

Ob sich Kleinteile zu leicht vom Spielzeug lösen, klären wir durch die sogenannte Zugprüfung. Bei einem Spielzeug ließ sich ein auf dem Etikett befestigter Aufkleber zu einfach abziehen. Ein Risiko, wenn Kinder das abge­löste Kleinteil in den Mund nehmen. Ein anderes Spieltier ist mit Pailletten bedeckt. Der Anbieter warnt auf einem Anhänger am Produkt, dass die Figur nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet sei. Die Prüfung für verschluck­bare Kleinteile würde dann entfallen. Wir meinen aber: Das Paillettentier ist ein Spielzeug, dessen knuffiges Aussehen und einfach gestaltete Form für unter Dreijäh­rige attraktiv sein kann. Sie können mit ihm spielen und auch mal an den Pailletten ziehen. Die dünnen Scheibchen hielten der Zugprüfung nicht stand. Solche Paillettenfiguren sollten aber für die Kleinen sicher sein. Das fordern auch mehr­heitlich die Mitglieder der europäischen Expertengruppe für Spiel­zeugsicherheit.

Form­aldehyd im Ohr, Naph­thalin im Etikett

Ein Plüschhund kann Kindern mit seiner elastischen Leine gefähr­lich werden: Sie misst mehr als 30 Zenti­meter. Die Spiel­zeugnorm setzt diese Länge als Grenze, um sicher­zustellen, dass sich eine Leine nicht um den Hals eines Kindes schlingen, es strangulieren kann. In der Ohrinnenseite enthielt der Hund krebs­erzeugendes Form­aldehyd. Die Mengen sind nicht akut giftig, können aber lang­fristig im Organismus wirken. Aufgefallen mit kritischem Flamm­schutz­mittel im Schaum­stoff der Schuhsohle ist eine Stoff­puppe. Ein anderes Plüschtier enthielt Naph­thalin im Etikett. Der poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoff steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Immerhin: 73 Prozent der Produkte im Test hatten kein Schad­stoff­problem.

Was Eltern tun können

Wer aber bereits eines der Spielsachen gekauft hat, die wir nicht empfehlen können, muss nicht alles entsorgen. Unsichere Etiketten lassen sich abschneiden, Verpackungs­tüten von Kindern fernhalten, zu lange Leinen abnehmen, und Form­aldehyd­gehalte durch Waschen minimieren. Fabelhaft wäre aber, wenn es künftig nicht nur für den Plüsch, sondern auch für andere Materialien und Accessoires hieße: Alles okay.

Nutzer­kommentare, die vor dem 17. November 2020 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung.

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