Spielsucht und PC-Sucht

Daran erkennen Sie eine Sucht

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Für alle Süchte gilt: Das Spielverhalten muss während eines Zeitraums von mindestens einem Jahr deutlich über dem Normalmaß liegen und den Betroffenen selbst belasten.

Inhalt

Symptom

Beispiel Glücksspiel

Beispiel Computerspiel

Kontrollverlust

Statt wie geplant 50 Euro verspielt der Betroffene mehrere hundert Euro. Er geht täglich für mehrere Stunden spielen, setzt Geld, das er sich geborgt hat oder für das alltägliche Leben bräuchte. Er erwägt oder unternimmt kriminelle Handlungen, um Geld fürs Spielen zu beschaffen.

Der Betroffene unterschätzt die Zeit, die er tatsächlich am Computer verbracht hat, stark. Er nimmt sich vor, nur eine Stunde zu spielen, bleibt aber mehrere Stunden am Rechner sitzen. Der Süchtige hält außerdem vereinbarte Spielzeiten (nur abends oder nur in einem bestimmten Zeitrahmen) nicht ein.

Steigende Toleranz

Mit jedem Spiel steigen die Einsätze und der Zeitaufwand. Der Betroffene geht immer öfter in die Spielhalle und bleibt jedes Mal länger.

Der Zeiteinsatz für die Spiele steigt. Aus zwei Stunden am Wochenende werden mehrere Stunden an mehreren Tagen pro Woche.

Entzugserscheinungen

Wird der Betroffene am Spielen gehindert, reagiert er mit Depressivität oder Aggression, wird unruhig oder gereizt.

Unbändiges Verlangen

Der Betroffene denkt außerhalb vom Casino immer öfter ans Spielen. Er hat ein unbändiges Verlangen zu spielen, vernachlässigt dafür seine Arbeit, Familie, Freundschaften und Verpflichtungen.

In der Schule und während Freizeitaktivitäten beschäftigt den Betroffenen vor allem der Spielstand (Level), den er erreichen kann. Er verspürt ein starkes Bedürfnis zu spielen, schwänzt die Schule, vernachlässigt Freundschaften, Hobbys und Verpflichtungen.

Existenz riskieren

Trotz enormer Schulden, Kündigung des Arbeitsplatzes oder Ehescheidung wegen der Spielsucht setzen die Betroffenen ihr Verhalten fort.

Obwohl die Schulnoten schlecht werden, der Job leidet, Sozialkontakte abreißen und es in der Familie Konflikte wegen der Sucht gibt, hört der Patient nicht mit dem Spielen auf.

Rückfälle

Nach einigen spielfreien Tagen oder Wochen oder auch kontrollierten Spielphasen fällt der Betroffene immer wieder in sein exzessives Verhalten zurück.

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