Spiel­platz Meldung

Anwohner, die sich gegen einen lauten Spiel­platz wehren, haben schlechte Karten – auch wenn es ein sehr großer und sehr lauter Platz ist. Die Nach­barn eines 2 100 Quadrat­meter großen Spiel­platzes in Berlin-Lankwitz beschwerten sich über eine ganze Liste von Punkten: Der vor zwei Jahren umge­baute Platz sei so attraktiv, dass ihn auch Eltern von weit her mit ihren Kindern ansteuern. Außerdem animiere der Schwer­punkt „Cowboy und Indianer“ die Kleinen zu lauten kämpferischen Spielen. Einige Geräte seien sehr lärm­intensiv, im Übrigen fehlten Toiletten. Kinder­lärm gilt allerdings seit einer Neuregelung des Immissions­schutz­gesetzes 2011 im Regelfall nicht als schädliche Umwelt­einwirkung, urteilte das Verwaltungs­gericht Berlin. Lärm von spielenden Kindern sei Ausdruck der kindlichen Entfaltung und Entwick­lung und den Nach­barn damit grund­sätzlich zumut­bar (Az. VG 10 K 317.11, nicht rechts­kräftig).

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