Spieleportale im Netz Meldung

PacMan: DOS-Feeling im Java-Applet. Gespielt wird online.

Spielen entspannt. Auch am Computer. Spieleportale im Internet bieten kostenlose Software an: Kartenspiele wie Skat, Klassiker wie Pacman und Black Jack interaktiv. Viele Spiele werden online gespielt. Fehlt der Skatpartner? Dann ab ins Netz. Die Stiftung Warentest hat Probe gespielt. Im Test: zehn Spieleportale im Internet.

Neues Leben für alte Spiele

Ein kurzes Autorennen in der Mittagspause, eine Runde Roulette zum Feierabend oder eine Schachpartie am Wochenende: Spieleportale bieten Software zum Download und zum online spielen. Besonders reizvoll ist der direkte Wettstreit mit anderen Surfern. Die Angebote sind kostenlos. Die Portale finanzieren sich durch Werbung. Die meisten Spiele sind einfach: Wer Moorhuhn kennt, weiß Bescheid. Die Grafik erinnert an alte DOS-Spiele. Auch die Spielideen sind nicht neu: Die Programmiersprache Java bringt Klassiker wie PacMan und Tetris zurück auf den Bildschirm.

Java-Spiele direkt im Browser

Vorteil der Java-Variante: Die Spiele laufen direkt im Browser. Ohne Installation. Nachteil: Das funktioniert nur bei niedriger Sicherheits-Einstellung im Browser. Die Spiele werden über so genannte ActiveX-Steuerelemente ausgeführt. Ein Angriffspunkt für Computerviren und Hacker, denn ActiveX kann weit in den Rechner des Anwenders eingreifen. In vielen Firmennetzwerken ist ActiveX deshalb deaktiviert. Folge: Die Java-Spiele laufen nicht. Beispiel: Die Angebote von 4player.de und flipside.de. Ohne ActiveX geht hier nix. Bei den anderen Spieleportalen sind die Chancen größer.

Die glorreichen Drei

Besonders gut sind die Angebote von gamechannel.de, onlinespiele.org und onlinespieleportal.de. Ihr Vorteil: Große Auswahl an Spielen, viele Infos und Extras wie Newsletter, Hotlines, Postkarten und Spieleforen. Die Testspieler der Stiftung Warentest waren begeistert – aber chancenlos: kein Tagessieg und kein Gewinn. Die Cracks machen das Rennen. Gelegenheitsspieler können da nur staunen.

Netzgames disqualifiziert

Das Spieleportal netzgames.de hat sich selbst disqualifiziert: Die Eingangsseite des Portals verlinkt auf Werbeseiten für Virenschutz-Programme und Spiele. Statt der versprochenen Software gibts hier erstmal einen so genannten Dialer. Das automatische Wählprogramm verbindet zu teuren 0 190er-Nummern. Abgerechnet wird über die Telefonrechnung des Surfers. Oft sogar unbemerkt. test.de hat bei netzgames nachgefragt: „Was soll der Link zu Dialern?“ Das Spieleportal distanzierte sich von den Wählprogrammen. Aber der Link blieb erhalten. Schade: netzgames lag gut im Rennen – bis zur Disqualifikation.

So spielen Sie gratis

Werbung hat einen Vorteil: sie macht das Spielen kostenlos. Aber die Banner und Pop-Ups können auch nerven. Extrem sogar. Beispiel: flipside.de. Hier stört die Werbung sogar den Spielbeginn. Auch bei onlinespiele.org öffnen sich laufend Werbefenster. Wer darauf klickt, entfernt sich vom Spielgeschehen und landet mitunter im Internetangebot irgendeines Sponsors. Wichtig: Kostenlos ist nur das Spiel, nicht aber das Spielen. Wer online spielt, zahlt für die Verbindung ins Internet. Ein bis zwei Euro pro Stunde sind in den meisten Internettarifen üblich. Java-Spiele lassen sich aber auch auf der Festplatte speichern. Vorteil: offline spielen kostet nichts.

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