Playstation, Xbox, Gamecube oder Gameboy? Der Vergleich der Spielekonsolen zeigt: Welche ist die beste, welche hat attraktive Spiele, wo stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis?

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Dieses Motto scheint auch auf Spielekonsolen zuzutreffen. Denn die Sony Playstation 2 ist die meistverkaufte Konsole – auch nach Erscheinen der Konkurrenzprodukte von Microsoft (Xbox) und Nintendo (Gamecube). Als Nachfolgerin der Playstation One kam sie schon im November 2000 auf den Markt, die Konkurrenz erst später.

Obwohl ihre Bildqualität so manches Mal zu wünschen übrig lässt, verteidigt sie ihren Spitzenplatz. Der knapp bemessene Grafikspeicher von nur vier Megabyte ist der schwächste Punkt der Playstation 2. Dadurch wirken die Hintergründe flächig und die Spielfiguren grob und wie aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt. Ob das den Spielspaß mit der Playstation 2 mindert, hängt jedoch ganz vom Geschick der Spieleprogrammierer ab: Bei gut gemachten Spielen fällt das bessere Grafikpotenzial von Gamecube und Xbox nicht auf.

Trotz ihres Minuspunkts, der schwachen Grafik, qualifiziert sich die Playstation 2 von Sony, die gleichzeitig ein DVD-Player ist, in unserem Vergleich der vier Spielekonsolen als der Preis-Leistungs-Tipp.

Die Xbox von Microsoft, ein als Spielekonsole getarnter Computer, wurde unter großem Hallo im März 2002 auf dem Markt eingeführt. Doch der horrende Preis von 479 Euro schreckte fast jeden Spielefreak ab. Trotz guter Grafik und interessanter Spiele konnte die Xbox im Vergleich zur Playstation 2 nur wenig punkten. Deren Preis-Leistungs-Verhältnis war besser. Da ließ die Reaktion von Microsoft nicht lange auf sich warten. Das Unternehmen senkte den Preis der Xbox auf 299 Euro. Damit ist die Spielekonsole aber immer noch recht teuer, denn auch Nintendo reagierte sofort und senkte den Einführungspreis seines Gamecubes – ein knackiger Spielewürfel – im Mai 2002 von vorgesehenen 249 Euro auf 199 Euro. Und damit ist der Kampf der Konsolenhersteller noch lange nicht vorbei. Inzwischen sanken die Preise der Playstation und der Xbox auf 249 Euro. Auch bei den Spielepreisen wird Bewegung erwartet. Schließlich sind diese auf ein bisher unerreicht hohes Niveau geklettert – das bedeutet aber auch: Sie könnten noch kräftig purzeln.

Allein für die Xbox sind an die 100 Spiele zu haben. Die Preise variieren zwischen 50 Euro und (leider viel öfter) 70 Euro. Für den Gamecube gibt es etwa 50 Spiele in der Preisklasse zwischen 50 und 60 Euro. Und die Playstation 2 verblüfft durch ein Angebot von fast 300 Spielen zwischen 30 und 55 Euro. Darunter fallen auch die alten Spiele der Playstation One. Fast alle laufen auf der neuen Konsole.

Von den Herstellern der Spielekonsolen wurden auch schon Onlinespiele angekündigt, bei denen Konsolenspieler rund um den Globus gemeinsam Abenteuer bestehen und die Welt retten können – virtuell, versteht sich.

Kinder und Konsolen

Unter den Konsolen ist für jeden Geschmack und jedes Alter etwas dabei. Tüftler und Denker werden ebenso gefordert wie Action-, Sport- und Fantasieliebhaber. Als tragbare Spielekonsole ist der Game Boy Advance von Nintendo jedoch eher für Kinderhände geeignet. Mit einem Spezialkabel kann er auch eine Verbindung zu anderen Gameboys und sogar zum „großen Bruder“, dem Gamecube, herstellen. Dann kann er entweder als zweiter Monitor dienen oder, in Verbindung mit anderen Gameboys, zum gemeinschaftlichen Spielspaß beitragen. Bei Kindern erfreut sich gemeinsames Miteinander- oder auch Gegeneinanderspielen großer Beliebtheit.

Wer seinem Sprössling eine Konsole schenken möchte, sollte sie am besten mit ihm zusammen kaufen oder fragen, was er haben will. Und mit dem Kauf allein ist es auch noch nicht getan.

Tipp: Spielen Sie zusammen mit Ihren Kindern, auch wenn Sie hoffnungslos unterlegen sind. So wissen Sie, was auf die Konsole kommt und können dar­über reden. Außerdem gilt: Kinder bis 12 Jahre sollten nicht länger als 30 bis 45 Minuten pro Tag daddeln. So bleibt noch Zeit für Sport, zum Herumtoben und auch zum Lesen. Verbieten Sie aber nicht, dass Freunde mitspielen. Schließlich ist es zu zweit viel lustiger, und der kleine Spieleheld vereinsamt nicht.

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