Spiele Test

Mit magnetischem Klick öffnet das kleine Gespenst Türen.

Wer spielt, hat mehr vom Leben. Und wer diesen Test liest, hat mehr vom Spielen. Wir stellen die besten Neuerscheinungen des Jahres vor, dazu noch die Spiele aus den Tests der letzten beiden Jahre, die Sie noch in den Regalen finden. Es ist für jeden etwas dabei, als Geschenk an sich oder andere.

Theo, vier Jahre alt, rollt die bunten Kröten von Schildi Schildkröte begeistert über den Fußboden. Spielregeln sind ihm egal. Anders Marlene, sechs Jahre. Sie will nach allen Regeln der Kunst beim Krötenmemory gegen ihre Mutter gewinnen – was bei Memory fast immer klappt. Julia, neun Jahre, spielt lieber Verflixxt oder Ubongo. Die Eltern übrigens auch – echte Familienspiele eben. Nur beim Tanz der Hornochsen bleibt man uneins. Was für den Vater ziemlich albern ist, finden die anderen lustig.

So ist das nun mal mit dem Spielspaß: nicht jedermanns Sache. Nicht jedes gute Spiel macht jedem Freude.Daher vergeben wir keine Noten für die besten Neuerscheinungen des Jahres. Wir stellen sie vor: für wen, warum.

Dieser Jahrgang ist eine erfreulich bunte Mischung. Vieles ist nicht nur grafisch besonders gelungen, sondern fällt auch durch neue Spielmechanismen auf. Zum Beispiel Akaba, Das kleine Gespenst, Niagara, San Ta Si, Ubongo, Verflixxt. Und es gibt Spiele für richtig große Runden: Heckmeck am Bratwurmeck für bis zu sieben Spieler, Tanz der Hornochsen bis zu acht, Wie ich die Welt sehe für bis zu neun Spieler. Aber auch Spiele für zwei sind dabei: San Ta Si und Jambo.

Spiele, die unseren Testern nicht gefallen haben, sind hier nicht zu finden. Es ist eine strikte Positivauswahl – mit einer Ausnahme: Spiele auf der Auswahlliste zum „Spiel des Jahres“ oder solche, die sogar preisgekrönt wurden, kommentieren wir auf jeden Fall.

Denn diese äußerst verkaufsfördernde Auszeichnung muss nicht heißen, dass jeder Beschenkte damit glücklich wird. Zum Beispiel Niagara, das Spiel des Jahres 2005. Zweifellos ein schönes Spiel, in das man sich aber lange hineinfinden muss. Das ist nicht jedermanns Sache. Oder Das kleine Gespenst, Kinderspiel des Jahres 2005 und grafisch genauso gelungen. Für Fünfjährige, die allein spielen, ist es zu anspruchsvoll. Die kommen besser mit den Schildkröten klar.

Für diesen Test wurde gespielt wie im richtigen Leben: in der Familie, im Kindergarten, in Freizeiteinrichtungen, bei Spielerunden mit Jugendlichen und Freaks jeden Alters. Drei Spielpädagogen haben alles ausgewertet und auch die Altersangaben der Verlage überprüft. Außerdem finden Sie unter Top Ten die Hits der letzten Jahre aufgelistet. Manche wie „Zicke Zacke Hühnerkacke“ oder „Carcassonne“ sind fast Klassiker. Sie sorgen schon seit Jahren für Spaß.

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