Spiele-Apps im Test

So schützen Sie Ihr Kind und verhindern In-App-Käufe

Beim Zocken kennen Kinder oft kein Limit. Sieben Tipps für Eltern:

Spiele-Apps im Test Alle Testergebnisse für Spiele Apps 10/2019

Inhalt

1. Apps sperren

Sichern Sie den App-Store per Pass­wort. In den Einstel­lungen lässt sich einrichten, dass Ihr Kind nur Apps mit einer bestimmten Alters­einstufung herunter­laden darf.

2. In-App-Käufe blocken

Vergeben Sie in den Einstel­lungen des Google Play Stores ein Pass­wort für In-App-Käufe, das Ihr Kind nicht kennt. Apple-Nutzer können In-App-Käufe unter Einstel­lungen in der Funk­tion „Bild­schirm­zeit“ sogar deaktivieren. Am effektivsten: Geben Sie erst gar keine Zahlungs­daten an.

3. Offline spielen

Lassen Sie Ihr Kind ohne Internet­anschluss spielen – falls es die App erlaubt. Offline lässt sich in der App kein Geld ausgeben, Chatten mit Fremden funk­tioniert nicht, es werden keine persönlichen Daten abge­saugt und das Daten­volumen des Mobil­funk­vertrags wird geschont.

4. Kinder­sicherung

Über Kinder­sicherungs-Apps können Sie die Spieldauer beschränken und klare Regeln für die Nutzung fest­legen. Mehr zum Thema in unserem Test Tablets: So stellen Sie iPad & Co kindersicher ein.

5. Dranbleiben

Haben Sie Sicher­heits­einstel­lungen am Handy Ihres Kindes akti­viert? Kontrollieren Sie regel­mäßig, ob der Schlau­berger die Hürden nicht längst über­brückt hat. Sehen Sie sich die Spiele Ihres Kindes immer wieder genau an und zocken Sie auch mal mit – nur so erhalten Sie halb­wegs Einblick.

6. Weniger Diskussionen

Schließen Sie einen Vertrag mit Ihrem Kind, in dem Sie unter anderem fest­legen, welche Apps wie lange genutzt werden dürfen – auf Papier und mit Unter­schriften. Bei der Gestaltung hilft zum Beispiel die Website mediennutzungsvertrag.de, ein Angebot der Landes­medien­anstalten und der EU.

Spiele-Apps im Test Alle Testergebnisse für Spiele Apps 10/2019

7. Coole Links

Die Platt­form klick-tipps.net unseres Koope­rations­part­ners Jugendschutz.net hilft, angemessene Apps zu finden. Weitere Infos bieten zum Beispiel die Webseiten mobilsicher.de, internet-abc.de sowie schau-hin.info.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 08.06.2020 um 13:32 Uhr
In-App-Käufe

@ape_tw2006: Die Untersuchung ist mittlerweile über ein halbes Jahr her. Software kann schnell geändert werden. Die Spiele haben eine Altersempfehlung von meist ab 6 Jahren, teilweise schon ab 0 Jahren. Es ist uns klar, dass die Spielerzahlen extrem hoch sind. Aber es ist nicht verständlich, warum die Entwickler bzw. die Anbieter nicht dafür verantwortlich gemacht werden sollen, die Spiele entsprechend abzusichern. Was Kinder spielen dürfen oder nicht, sollte nicht allein auf dem Schulhof entschieden werden. Wie Eltern die Handy-Einstellungen (Android und iOS) vornehmen können/sollen, um ihre Kinder vor In-App-Käufen zu schützen haben wir auf test.de beschrieben. (DB)

ape_tw2006 am 06.06.2020 um 23:27 Uhr
@Stiftung_Warentest

Einige der Aussagen im Test sind grob falsch. Eine anstößige Nachricht im Clan chat in Clash of Clans oder Brawl Stars kann z. B mit einem Klick melden. Für rechtsextreme Namen kann man den Entwickler nicht verantwortlich machen, da die Spielerzahl von Clash of Clans mittlerweile Dimensionen erreicht hat die nicht mehr manuell zu kontrollieren sind. Auf Social Media Plattformen wie Youtube oder Instagramm ist dieses Problem weitaus größer. Man sollte außerdem ein Spiel aufgrund Anreizen für In-App-Käufe nicht als inakzeptabel bewerten, da Eltern In-App-Käufe einfach mit einem Passwort sperren können.
Wenn paranoide Eltern auf der Basis ihrer Tests Entscheidungen für die Kinder treffen haben die Kinder meist ein deutlich größeres Problem als eine brutale Werbung oder einen Spieler, der sich nicht an die Nutzungsbedingungen eines Spiels hält: Sie stehen vor Mitschülern absolut lächerlich da, weil die meisten Kinder in der Grundschule diese Spiele schon spielen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 01.10.2019 um 15:26 Uhr
App-Inhalt und Inhalt von Nutzern bitte trennen

@niha1: Alles kontrollieren kann man sicher nicht und selbstverständlich sollten diese „Dinge“ mit den Kindern diskutiert werden. Dennoch, bestimmte Inhalte, die wir gefunden haben, verstoßen gegen gültige Gesetze. Darüber hinaus sehen wir durchaus die App-Entwickler in der Pflicht, bei bestimmten Inhalten zu reagieren -insbesondere, da sich ihre Dienste auch an Kinder und Heranwachsende richten. Kinder stehen unter besonderem Schutz und die Anbieter müssen hier Vorsorge treffen. Wenn Apps eine Nutzerinteraktion anbieten, wie z.B. eine Chatfunktion, dann sollte diese Funktion im besten Fall mit einer Moderation oder aber zumindest mit entsprechenden Wortfiltern und einer funktionierenden Blockierfunktion abgesichert sein. Darüber hinaus sollte es Meldemöglichkeiten geben, damit u.a. extremistische Inhalte oder Porno-Links von den Nutzern einfach und differenziert gemeldet und anschließend von den Anbietern entfernt werden können. In unserer Untersuchung hatte nur eine von den neun Apps, die eine Kommunikation erlaubten, ein ersichtliches Moderationskonzept. Das Meldeprozedere war teilweise kompliziert.(AC)

niha1 am 30.09.2019 um 15:29 Uhr
App-Inhalt und Inhalt von Nutzern bitte trennen

In diesem Test kommt die Trennung zwischen Inhalt der App und Inhalt, welcher von Nutzern generiert wird zu kurz. Ich finde, dass es nicht das das Problem der App sein sollte, wenn Nutzer menschenverletzende Inhalte verbreiten.
Kann man aus Lego ein Hakenkreuz bauen? Ja. Ist Lego deshalb rechtsextrem? Nein.
Kann man in einer Stadt rechtsextreme Parolen herumrufen? Ja. Ist die Stadt deshalb rechtsextrem? Nein.
Könnte man das überhaupt generell verbieten / kontrollieren und will man das überhaupt? Ich glaube nicht! (Meinungsfreiheit)
Soll man alle möglichen Schnittstellen, wo solch ein Gedankengut verbreitet werden kann blockieren und von Kindern fernhalten? Ich finde nicht!
Wie wäre es denn wenn man diese Dinge mit seinen Kindern diskutiert?! Dann werden sie lernen, dass es Menschen mit gefährlichen Ansichten gibt, und wie man damit umgehen soll. Denn solche Menschen wird es immer geben - mit oder ohne App!
Ein Verbot von Apps hilft nicht Rechtsextremismus zu bekämpfen, Bildung hi

Profilbild Stiftung_Warentest am 26.09.2019 um 15:01 Uhr
Enttäuschend...

@Luca1888: Fokus der Untersuchung war der Kinderschutzaspekt und die Sensibilisierung mit dem Umgang von Spiele-Apps. Wie auch in der Rubrik "So haben wir getestet" erläutert, ging es hier nicht um pädagogische Aspekte oder Lernspiele. Auch wenn diese Gesichtspunkte sicher interessant sind, ging es uns um die Aufklärung über sichere Nutzung, Datenschutz und kindgerechte Inhalte. (DB)