Regeln für Spenden­organisationen: Spendensiegel und Selbst­verpflichtungen bieten Orientierung

Für gemeinnützige Spenden­organisationen gibt es kaum gesetzliche Kontrollen, Offenlegungs­pflichten oder Veröffent­lichungs­regeln. Vier Institutionen haben Regeln aufgestellt, die Spenden­organisationen beachten sollen.

Spenden­organisationen von Prominenten Test

DZI-Siegel. Wenn Organisationen nach­weisen, dass sie Spenden zweck­gerichtet, spar­sam und wirt­schaftlich verwenden, erhalten sie das Siegel des Deutschen Zentral­instituts für soziale Fragen (DZI). Das Siegel für die bestandene Prüfung kostet 500 Euro plus einen Zusatz­betrag von 0,035 Prozent der jähr­lichen Gesamt­einnahmen plus 19 Prozent Mehr­wert­steuer. Es muss jedes Jahr neu beantragt werden. Derzeit haben es rund 230 Organisationen. Das DZI informiert auch über viele Einrichtungen ohne Siegel (dzi.de).

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Initiative Trans­parente Zivilgesell­schaft (ITZ). Die Initiative von Transparency Deutschland hat zehn Punkte definiert, die jede Organisation öffent­lich machen soll. Verlangt wird Trans­parenz: Dazu gehören Angaben über die Projekte, die Finanzen sowie die Nennung der Entscheidungs­träger.

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Spendenrat. Ähnliche Kriterien wie die Initiative Trans­parente Zivilgesell­schaft hat der Deutsche Spendenrat. Mitglieder müssen die zehn Punkte der Selbst­verpflichtungs­erklärung einhalten und abhängig von ihren Einnahmen einen jähr­lichen Beitrag von mindestens 130 Euro und höchs­tens 3 000 Euro zahlen.

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Venro Verhaltens­kodex. Der Verhaltenskodex zu Trans­parenz, Organisations­führung und Kontrolle des Verbands Entwick­lungs­politik deutscher Nicht­regierungs­organisationen (Venro) wurde im Jahr 2008 einge­führt. Er verlangt trans­parente Projekte sowie eine Erfolgs­kontrolle. Voll­mitglieder von Venro zahlen einen jähr­lichen Beitrag von weniger als 0,1 Prozent ihrer Gesamt­einnahmen.

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