Wer Geld anlegt, kann gleichzeitig Gutes tun. Die deutschen Investmentgesellschaften DWS und Union Investment bieten, nicht nur zur Weihnachtszeit, Spendenfonds an.

Diese Investmentfonds funktionieren alle nach einem ähnlichen Prinzip. Zum einen kann der Anleger bereits beim Kauf einen Teil des Ausgabeaufschlags dem guten Zweck zukommen lassen. Zum anderen können Teile des jährlichen Ertrages direkt an soziale Einrichtungen übertragen werden. Beim Finanzamt können diese Zuwendungen dann als Spende geltend gemacht werden.

Der älteste Spendenfonds ist der GKD-Fonds der DWS, der bereits 1976 aufgelegt wurde. Mit einem Fondsvolumen von 252 Millionen Euro (Stand Ende Oktober 2000) ist dieser gemischte Fonds gleichzeitig auch der größte Spendenfonds. Der Anleger kann die jährlichen Erträge direkt an den Hermann-Gmeiner-Fonds (SOS-Kinderdörfer) übertragen. In der Vergangenheit hat sich das gelohnt - immerhin weist der Fonds in den letzten zehn Jahren eine jährliche Wertentwicklung von 15,9 Prozent aus.

Im Gegensatz zu den USA und Großbritannien findet die Idee, mit der Geldanlage gleichzeitig etwas für den eigenen Geldbeutel und für eine karitative oder gemeinnützige Organisation zu tun, in Deutschland allerdings bisher wenig Anhänger.

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