Nach dem verheerenden Taifun sind auf den Philippinen zahllose Menschen auf Hilfe angewiesen. test.de informiert, wie spenden­bereite Menschen sicher­gehen können, dass Ihre Hilfe auch bei den Bedürftigen ankommt und was wichtig ist, wenn es Spende auch steuerlich absetz­bar sein soll.

Gezielte Spende ist möglich

Wer jetzt spenden möchte, sollte bei der Auswahl der Spenden­organisation genau hinsehen. Gut informiert werden Spender beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen. Es informiert über die Seriosität von gemeinnützigen Spenden­organisationen und vergibt auch das DZI Spenden-Siegel – das wichtigste Qualitäts­zeichen im deutschen Spendenwesen. Aktuell zur Katastrophe auf den Philippinen hat das Institut eine Liste mit seriösen Spendenorganisationen veröffent­licht, die das Siegel tragen und derzeit in der Hilfe für die Taifun-Opfer aktiv sind.

Tipp: Seien Sie zurück­haltend bei Spenden­aufrufen, die per E-Mail oder Ketten­brief kommen. Vorsicht ist geboten, wenn solche Spenden­aufforderungen nur ein Konto und keine geläufige Hilfs­organisation angeben. Seriöse Organisationen haben in der Regel eine Internet­präsenz mit Berichten von bisherigen Aktivitäten und Jahres­berichten und stellen auf Anfrage auch Informationen über ihre Hilfs­projekte zur Verfügung.

Seriöse Organisationen erkennen

Für die Suche nach einer seriösen Spenden­organisation gibt das DZI folgende Tipps:

  • Geld­spenden sind besser als Sach­spenden. Geld­spenden können von den Hilfs­organisationen zumeist flexibler und effizienter einge­setzt werden als etwa gespendete Kleidung oder andere Sach­spenden. Spenden Sie Sachgüter nur dann, wenn seriöse Organisationen gezielt darum bitten.
  • Schnell, aber nicht über­eilt spenden. Gerade bei großen Katastrophen gibt es auch „Tritt­brett­fahrer“, die mit Spenden­aufrufen an die Öffent­lich­keit treten, aber gar nicht über die nötige Kompetenz verfügen, um wirk­sam und effizient helfen zu können. Lassen Sie sich deswegen nicht zum Spenden über­rumpeln.
  • Vorsicht bei über­triebener Dringlich­keit. Seien Sie miss­trauisch bei Spenden­aufrufen, die sehr stark Emotionen wecken, aber wenig Informationen über die konkret geplanten Hilfs­maßnahmen bieten. Achten Sie darauf, dass dem Spenden­aufruf genau zu entnehmen ist, wie und für wen die gesammelten Spenden einge­setzt werden sollen.

Spenden von der Steuer absetzen

Spenden können als Sonder­ausgaben abge­setzt werden. Das geht bis zur Höhe von 20 Prozent des Gesamt­betrags der eigenen Einkünfte. Geht die Spende auf ein sogenanntes „anerkanntes Sonder­konto“, dann reicht als Nach­weis für die Steuer ein Konto­auszug, eine abge­stempelte Über­weisung, ein Last­schrift- oder Bareinzahlungs­beleg. Hat die gemeinnützige Organisation kein solches Konto, dann sollten Spender darauf achten, dass sie von ihr eine Bescheinigung erhalten, die den steuer­begüns­tigten Zweck, den Hinweis über Befreiung von der Körper­schafts­steuer und die Einzahlung als Spende oder Beitrag bestätigt.

Was von der Spende übrig bleibt

Buch­haltung, Werbung, Verwaltung, Trans­port – bei Hilfs­organisationen fallen Kosten an. Doch zu viel von den einge­sammelten Spenden sollte nicht bei der Spenden­organisation hängen bleiben. Zur Orientierung: Das Deutsche Zentral­institut für soziale Fragen verlangt von Hilfs­organisationen mit Spenden-Siegel, dass Verwaltungs- und Werbungs­kosten maximal 35 Prozent des Spenden­aufkommens betragen. Die Spenden­organisationen mit Siegel bleiben nach DZI-Erkennt­nissen deutlich unter diesem Wert: Im Durch­schnitt verwenden sie 14 Prozent der Spenden für Werbung und Verwaltung.

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