Spenden für Seebebenopfer Meldung

Hilfe: Der Staat fördert die Spendenbereitschaft mit Steuererleichter­ungen.

Spenden für die Flutopfer in Südostasien können steuerlich leichter abgesetzt werden.

Spenden für die Opfer des Tsunami sind steuerlich absetzbar: Kontoauszug oder Barein­zahlungsbeleg der Bank reichen. Bisher galt der vereinfachte Nachweis nur für Spenden, die auf ein Sonderkonto eines anerkannten Verbandes gezahlt wurden, beispielsweise Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, oder für Spenden, die an öffentliche Institutionen oder Dienststellen gingen.

Nun reichen Einzahlungsbeleg oder Kontoauszug auch, wenn das Geld auf ein normales Konto solcher Organisationen ging. Voraussetzung: Die Spende wurde bis 19. Januar 2005 eingezahlt. Auf dem Beleg müssen Name und Kontonum­mer von Auftraggeber und Empfänger stehen, ebenso Buchungstag und Höhe des Betrags. Bei Onlinebanking genügt der PC-Ausdruck.

Anders als sonst sind auch Spenden steuerbegünstigt, die an Vereine gingen, die keine mildtätigen Zwecke verfolgen. Das gilt zum Beispiel für Sportvereine, Klein­garten- oder Brauchtumsvereine, wenn sie das Geld an Opfer des Seebebens weitergeben. Für Katas­tro­phenhilfe sind im Regelfall 10 Prozent des „Gesamtbe­trags der Einkünfte“ als Sonderausgaben abzugsfähig. Bei Arbeitnehmern ist dieser „Gesamtbetrag“ meist der Bruttolohn minus 920 Euro Wer­bungs­kosten­pau­schale. Alternativ können Arbeit­neh­mer Teile ihres Lohns über die Firma spenden. Dann bleibt dieser Lohnanteil steuer- und sozialabgabenfrei, darf aber nicht als Sonderausgabe abgesetzt werden.

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