Spenden Meldung

Wirtschaftskrise hin, Finanznot her: Trotz Geldsorgen helfen die Deutschen, wenn es um gemeinnützige Zwecke geht.

Mehr Geld gesammelt. Im Jahr 2008 stieg das Spendenaufkommen um 3,9 Prozent auf 2,16 Milliarden Euro, so der Deutsche Spendenrat. Grund waren auch die Flutkatastrophen in Pakistan, China, Indien und Bangladesch. Mehr als die Hälfte des Geldes kommt von Menschen über 60 Jahre. Sie sind von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit kaum betroffen.

Goldene Regeln kennen. Rund 600 000 gemeinnützige Vereine und 15 000 Stiftungen werben um Spenden – nicht alle sind seriös. Eine staatliche Aufsicht gibt es kaum noch. Spender müssen also selbst sehen, dass ihr Geld in die richtigen Hände kommt. Hilfestellung geben der Spendenrat, ein Verband von 64 Organi­sationen, und das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen. Das DZI stellt Informationen über 248 Organisationen zur Verfügung, die das Spendensiegel tragen: www.dzi.de/downloads.htm. Der Spendenrat hat „Goldene Regeln“ aufge­stellt: Die Orga­ni­sation sollte gemeinnützig sein, Infomaterial über sich bieten, regelmä­ßig über Projekte berichten, aggressive Werbung unterlassen und in einem Geschäftsbericht über die Mittelverwendung berichten. Auch www.charitywatch.de beobachtet die Szene. Dort finden Spender Tipps und Warnungen vor unseriösen Sammlern.

Misstrauisch werden. Generell sollten Spendenwillige misstrauisch werden, wenn Sammler moralisch Druck ausüben oder schnell Geld sehen wollen – erst recht auf der Straße oder an der Haustür. Seriöse Organisationen arbeiten nicht mit der Mitleidsmasche, sondern vermeiden bewusst gefühlsbetonte Werbung.

Steuern sparen. Spenden können als Sonderausgabe abgesetzt werden. Bis 200 Euro reicht als Nachweis ein Kontoauszug, eine abgestempelte Überweisung, ein Lastschrift- oder Bareinzahlungsbeleg. Bei gemeinnützigen Organisationen wie Rotes Kreuz oder Sportverein verlangen viele Finanzämter einen Überweisungsträger, auf dem die Organisation Steuerbefreiung und Mittelverwendung bescheinigt.

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