So haben wir getestet

Im Test in Zusammen­arbeit mit dem Deutschen Zentral­institut für soziale Fragen (DZI): 44 Organisationen aus den Bereichen Tier-, Natur- und Arten­schutz sowie Umwelt- und Klima­schutz (Zahl der Organisationen korrigiert am 29.11.2013). Änderungen durch die Anbieter nach dem Stichtag 21. Oktober 2013 sind unbe­rück­sichtigt geblieben.

Wirt­schaftlich­keit

Eine wirt­schaftliche Haus­halts­führung ist gegeben, wenn die Spenden­organisation für Verwaltung und Werbung höchs­tens 35 Prozent ihrer Gesamt­ausgaben einsetzt.

Trans­parenz

Wir haben geprüft, ob der Jahres­bericht die Einnahmen und Ausgaben konkret nennt, ob er nach­voll­zieh­bare Aussagen zu den Verwaltungs- und Werbe­kosten enthält und die Mitglieder des Leitungs­organs namentlich aufzählt sowie die der Aufsichts­organe, wenn sie weniger als acht Mitglieder haben. Die Website musste aktuell sein. Wir haben untersucht, ob die Organisation über Struktur und Band­breite der Mitarbeiter­vergütungen informiert. Positiv haben wir gewertet, wenn die Organisation das DZI-Spenden-Siegel hat, die Initiative Trans­parente Zivilgesell­schaft unterzeichnet hat oder Mitglied im Deutschen Spendenrat ist.

Organisation und Kontrolle

Wir haben geprüft, ob es eine eindeutige Leitung gibt und sie den Vorgaben der Satzung entspricht. Der Leitung darf es nicht erlaubt sein, auf der einen Seite einen Vertrag für die Organisation und auf der anderen Seite für sich selbst oder eine andere Firma zu unter­schreiben (In-Sich-Geschäfte). Das Aufsichts­organ muss die Leitungs­mitglieder und die Rechnungs­prüfer bestimmen und entlasten. Satzungs­änderungen müssen vom Aufsichts­organ mit Zwei­drittelmehr­heit beschlossen werden.

Spender sollten bei Vereinen die Möglich­keit haben, stimm­berechtigtes Mitglied zu werden. Positiv sind ein anfäng­liches Widerrufs­recht und eine später jeder­zeit aussprech­bare Kündigungs­möglich­keit. Für die Vertretungs­befugnis der Leitungs­mitglieder beziehungs­weise der Geschäfts­führung sollte das Vier-Augen-Prinzip gelten. Die Reise­kosten­richt­linie sollte für Flüge die Economy-Class und für Bahn­fahrten die zweite Klasse vorgeben.

Als Korruptions­vorsorge sind eine Beschaffungs­ordnung und eine Vergabericht­linie notwendig. Die Rechnungs­legung kann bis 250 000 Euro Jahres­einnahmen intern, darüber extern durch einen Steuerberater erfolgen. Ab 2,5 Millionen Euro wird eine bean­standungs­freie Prüfung durch einen Wirt­schafts- oder vereidigten Buch­prüfer gefordert.

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