Bei größeren Spenden ist das Finanz­amt heikel, alles über 200 Euro muss förmlich nachgewiesen werden. Dafür gibt es sogar einen amtlich vorgeschriebenen Vordruck. Wenn sich die jeweilige Spenden­organisation beim Finanz­amt zum maschinellen Verfahren angemeldet hat, vereinfacht dies das Verfahren auch für den Spender erheblich.

Ohne Unter­schrift gültig

Dann braucht es für die Spenden­bescheinigung nämlich keine Unter­schrift und auch kein echtes Papier: Ein Nach­weis per E-Mail ist dank dieses Verfahrens im Grunde kein Problem. Das hat das Bundesfinanzministerium in einem Schreiben klar­gestellt (BStBl I 2017, 287).

Dokument muss schreib­geschützt sein

Es müsse sich aber um ein schreib­geschütztes Dokument handeln. Ein solcher Schreib­schutz lässt sich etwa bei den heute üblichen PDF-Dokumenten einrichten.

Ausnahme: Sach- und Aufwands­spende

Der elektronische Nach­weis ist aber nicht für alle Spendenformen möglich. Bei einer Sach- und Aufwands­spende reicht die Bescheinigung per E-Mail nicht. Beispiel für eine Aufwands­spende: Schuldet ein Verein einem Mitglied noch eine Rück­erstattung, kann das Mitglied auch auf das Geld verzichten und sich statt­dessen eine Spendenquittung ausstellen lassen.

Keine Änderungen bei Kleinspenden

Bei Kleinspenden unter 200 Euro ändert sich nichts. Für diese Beträge braucht der Spender keine formelle Bescheinigung. Die Buchungs­bestätigung der Bank oder ein Bareinzahlungs­beleg reichen für einen Nach­weis beim Finanz­amt aus.

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