Spekulativ anlegen Anlegen mit Hebel – die Fall­stricke

Spekulativ anlegen - Anlegen mit Hebel – die Fall­stricke
© Alamy / S. Wahlhütter

Ob Knock-out-Zertifikate oder Options­scheine, CFDs oder binäre Optionen – mit Hebel­produkten können ­Anleger Gewinne vervielfachen, aber auch Riesen­summen verlieren. Nur wer einen Total­verlust verschmerzen kann, sollte sie über­haupt in Erwägung ziehen – und sich gründlich über ihre Funk­tions­weise informieren. Hier erklären Ihnen die Finanz­experten der Stiftung Warentest, worauf es ankommt.

Inhalt

Das bietet Ihnen das Special zum Hebel-Investment

Hebel im Detail.
Die Finanz­experten der Stiftung Warentest erklären im Detail, wie das Anlegen mit Hebel funk­tioniert und zeigen auch, was es mit Hebel-ETF auf sich hat.
Tabelle.
Eine Tabelle zeigt, mit welchen Hebel-ETF Anleger auf Bewegungen der Aktienmärkte wetten können. Vorsicht: Hebel-ETF bergen große Risiken.
Glossar.
Hier lernen Sie Grund­begriffe des Spekulierens.

Das Risiko steigt mit dem Hebel

Wo verläuft die Grenze zwischen Geld­anlage und Spekulation? Ein wesentlicher Aspekt ist der Zeithorizont. Mit einem globalen Aktienfonds, etwa einem börsen­gehandelten Indexfonds ((ETF) auf den MSCI World investieren Anleger lang­fristig in zahlreiche Börsen­unter­nehmen. Kurz­fristige Kurs­schwankungen sind ihnen egal. Der Spekulant dagegen will am Hin und Her der Märkte verdienen. Damit sich das lohnt, bedient er sich oft sogenannter Hebel und vervielfacht die Wirkung des einge­setzten Geldes. Allerdings gehen Anleger mit steigenden Hebeln auch ein enormes Risiko ein.

Für manche Produkte gibt es ein Vertriebs­verbot

Bei bestimmten Finanzwetten riskieren Anleger sogar mehr als den einge­setzten Geld­betrag und müssen, wenn sie sich verzockt haben, Geld aus ihrem Privatvermögen nach­schießen. Deshalb hat die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) den Vertrieb von CFDs (Contracts for Difference) mit Nach­schuss­pflicht verboten. Auch eine andere Hebel­variante, sogenannte binäre Optionen, dürfen Anlegern nicht mehr verkauft werden.

Tipp: Sie suchen – ganz im Gegen­teil – eine möglichst sichere Geld­anlage? Dann könnte das Pantoffel-Portfolio von Finanztest etwas für Sie sein. Wenn Sie direkt in Investmentfonds investieren wollen – hier hilft die große Fonds-Datenbank auf test.de.

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