Eine Anlegerin soll auf knapp 100 000 Euro Spekulationsverlusten sitzen bleiben. Sie hatte Aktien, deren Kurse in den Keller gerutscht waren, zwar innerhalb der zwölfmonatigen Spekulationsfrist verkauft. Doch das Finanzgericht Hamburg will ihre Verluste steuerlich nicht akzeptieren, weil sie am Verkaufstag sogleich dieselben Aktien zum selben Kurs erneut gekauft hat. Die Anlegerin habe die Gestaltungsmöglichkeiten missbraucht (Az. VII 52/02).

Tipp: Wer ähnlich wie die Anlegerin Verluste geltend gemacht hat, sollte bei Ablehnung durch das Finanzamt seinen Steuerbescheid offen halten und Ruhen des Verfahrens beantragen. Endgültig muss nämlich noch der Bundesfinanzhof entscheiden (Revision, Az. IX R 33/04).

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