Kinder­zähne

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Kinder­zähne sind besonders anfäl­lig für Karies. Sie sind weicher als die Zähne von Erwachsenen und ihr Zahn­schmelz ist dünner. Eltern sollten ihre Kinder deshalb so früh wie möglich an eine sorgfältige Zahn­pflege gewöhnen. test.de verrät Tipps und Tricks, wie Kinder­zähne gesund bleiben.

Darauf kommts bei jungen Zähnen an

Stillen. Sobald ein Kind geboren ist, kann die Mutter etwas für seine Mund­gesundheit tun: Stillen. Das Saugen an der Brust trainiert Lippen-, Wangen- und Zungenmuskulatur besser als das Trinken aus der Flasche. Diese Muskeln braucht das Kinder später zum Kauen und Sprechen.

Zahn­beschwerden. Wenn die ersten Zähn­chen wachsen, kann das Zahn­fleisch spannen. Es rötet sich und schwillt an. Das verursacht Schmerzen, bei manchen Kindern sogar Fieber. Ein im Kühl­schrank gekühlter, harter Gummi­ring, auf dem das Kind herum­kauen und -beißen kann, lindert häufig den Schmerz.

Nuckeln. An Daumen und Schnuller nuckeln viele Kinder gerne. Auf die Dauer kann das jedoch zu Fehl­stel­lungen der Zähne führen. Deshalb ist es ratsam, Kindern das Nuckeln etwa bis zu ihrem dritten Geburts­tag abzugewöhnen. Bewährt hat sich dabei die Schnul­lerfee: Abends wird der geliebte Schnuller unter das Kopf­kissen gelegt, am nächsten Morgen ist er weg. Dafür hat die Schnul­lerfee eine kleine Über­raschung zurück­gelassen, zum Beispiel ein Bilder­buch oder ein kleines Stoff­tier.

Trinken. Süße Getränke schaden den Zähnen – besonders, wenn sie aus der Nuckelflasche getrunken werden. Wenn Zucker immer wieder die Zähne umspült, kann der Speichel den Zahn­schmelz nicht mehr mit wichtigen Mineralien auffüllen. Eine sogenannte Nuckelflaschenkaries kann entstehen, die vor allem die oberen Schneidezähne angreift. Mit etwa einem Jahr sollten Kinder lernen, tags­über aus Tassen oder Bechern zu trinken. Abends sollten vor allem süße Getränke aus der Nuckelflasche nicht zum Einschlafritual gehören. Grund­sätzlich sind Wasser und ungesüßter Tee bessere Durst­löscher als Säfte und Limonaden zum Produktfinder Wasser. Um Nuckelflaschenkaries zu vermeiden, sollten selbst Wasser und ungesüßte Tess aber nicht ständig aus dem Fläsch­chen getrunken werden.

Zähne putzen. Morgens und abends Zähne putzen – dieser Grund­satz gilt, sobald die ersten Milchzähn­chen wachsen. Mit einer weichen Zahnbürste müssen diese Aufgabe zunächst noch die Eltern über­nehmen. Etwa ab dem Kinder­garten­alter wollen die meisten Kinder es auch selbst versuchen. Trotzdem sollte das Zähneputzen ihnen nicht voll­ständig allein über­lassen werden. Die Eltern sollten dabei bleiben und die Zähne des Nach­wuchses am Ende noch einmal gründlich nach­putzen. Das ist noch etwa so lange ratsam, bis das Kind zur Schule geht und die Schreib­schrift flüssig beherrscht. Ab diesem Zeit­punkt ist die Hand­motorik so weit ausgereift, dass auch das Zähneputzen klappt.

Jugend­liche. Im Alter zwischen 13 und 16 Jahren ist das Risiko am größten, dass sich bei Jugend­lichen Karies bildet. Denn in der Pubertät wird die Zahn­pflege häufig vernach­lässigt. In dieser Zeit ist es deshalb besonders wichtig, dass die Jugend­lichen regel­mäßig Prophylaxebe­hand­lungen beim Zahn­arzt wahr­nehmen.

Unfall. Kinder toben gern, treiben Sport und raufen. Dabei können Zahn­verletzungen auftreten. Meist sind die oberen Schneidezähne betroffen. Fallen sie aus oder bricht ein Stück ab, muss der Zahn­arzt helfen. Damit sollte nicht zu lange gewartet werden. Je schneller der Arzt mit der Behand­lung eines abge­brochenen oder heraus­gefallenen Zahnes beginnt, desto größer die Chance, dass der Zahn erhalten werden kann. Übrigens: Einen heraus­geschlagenen Zahn sollte niemand an der Wurzel berühren, sondern nur an der Krone anfassen. Damit der Zahn vom Arzt wieder einge­setzt werden kann, muss die Wurzeloberfläche intakt sein.

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